Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Vollkommen!" crwicdcrte Herr Wilmson.Doch niachi Krabbdes Wesens zu viel daraus. Ich bin überzeugt, wir beschäftigtendie Aufmerksamkeit des Monarchen sehr ftüchtig. Die Sache istohne Bedeutung."

Gebe cs der Himmel!" rief die Frau von MooS:Aber ohneLiebe für strenge Gerechtigkeit oder Wahrheit und Tugend ist schonjede Bewegung des Mächtigen, der über Wohl und Wehe VonMillionen entscheidet, bedeutsam; nicht selten ist schon manches un-schuldige Leben, Eigcnthum und Ehre geopfert worden, wie ichselbst die schmerzlichste Erfahrung machen mußte; o, nur die Er-'iuucrung daran erfüllt mich mit Schrecken."

Mühmchcu," sagte der junge Wilmson,Sic urtheilcn etwaszu strenge. Könige unserer Zeit sind keine Barbaren, wie vorAlters. Sie sind Christen und gebildet genug, um Zufriedenheitim Glück ihrer Nnterthaucu, wie Väter im Glück ihrer Kinder,zn finden."

Frau von Moos lächelte schmerzlich:Könige sind ste. Ich habedie Erfahrung, die blutige, gemacht! Ein Wink, und mein schuld-loser Gatte ward hingeopfcrt! Väter sollten, könnten sie sein!Aber ein Vater hat über sich das Gesetz Gottes, die bürgerlicheObrigkeit, und mehr als Alles, ihn binden die Bande der Naturan seine Kinder . . . Fritz, in den Zähren, da du geboren wur-dest, ließ ein König meinen unglücklichen Manu ergreifen, fort-schleppcn und im Kerker sterben, oder hinrichten. Und mein Manuwar schuldlos. Der König selbst verhörte ihn, der König in Per-son verdammte ihn, und doch war dein Oheim schuldlos. Es warbloße Uebcreiluug, bloße Verwechselung der Name» und Personen,die das Unglück brachte. Man erfuhr den Jrrthum zu spät, undder Statthalter göttlicher Gerechtigkeit und Allmacht konnte dieerwürgte Unschuld nicht wieder ins Leben zurückrufen. Nun denn,und dieser König, der mir das Glück meines Lebens zernichtete.