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ward so graucrlich und wunderlich, als käme der Herrgott selberdaher. Gelt, Fritzchen, gelt, das war ein Anblick!"
Der junge Wilmson erröthcte etwas verlegen, und wußte nicht,was antworten; denn er konnte doch nicht sage», daß ihn derschöne Nacken eines Mädchens hatte vergessen lassen, nach einemKönig zu schauen.
Frau von Moos dagegen, die selten Antwort schuldig blieb,erwiedcrte: „Laßt'S Euch meinetwillen nicht leid sein, Krabb. Ichschätze nicht Pracht und Glanz und Herrlichkeit an den Großen dieserErde, sondern nur wenn sic mit hoher Weisheit strenge Gerechtig-keit und jede Tugend ansübcn."
Krabb stand bei diesen Worten etwas verblüfft und sagte, sohöflich er konnte: „Ja, das klingt nun wohl, wie wahr; aber wahr-haftig, ein König ist doch kein Mensch wie unsereins, sondern . . ."
„Ein heiliger Engel?" fiel Frau von MooS ein.
„Nicht doch, sondern, ich wollte sagen, ein leibhafter und sicht-barer Statthalter Gottes auf Erden."
„Das ist Lästerung! Gott ist allgegenwärtig, darum bedarfer nirgends eines Statthalters."
„Aber er ist König von Gottes Gnaden!"
„Und Ihr seid eben so gewiß Invalide von Gottes Gnaden, derohne Gottes Gnade bei des Königs Gnade verhungert sein würde,nachdem Ihr Euch in seinem Dienst zum Krüppel schießen ließet."
„Nun, wer weiß, Frau von Moos, ob's den König nicht reut,daß er mich so lange vergaß. Es ist noch nicht ausgemacht, ob erseine gnädigen Blicke ans Herrn Wilmson oder auf meinen Stelz-fuß warf. Lassen Sie sich die TcnfelSgcschichte erzählen." — Undnun erzählte Krabb vom König, vom kugelfesten alten Deffauerund vom Kommandanten.
„Jst's wahr, Bruder, was der Alte da erzählt?" fragte dieFrau von Moos mit ängstlicher Stimme.