verlassen sollte, um die vcrwittwete Schwester seines Vaters nachder Schweiz zn begleiten, wo sie beträchtliche Güter hatte. Siewar nur nach Magdeburg gekommen, ihren Bruder im Leben nocheinmal zu sehen, und hatte einige Monate bei ihm gewohnt, inder Hoffnung, sie werde ihn bereden, seine HandlnngSgeschäftcanfzugcben und ihr in die Schweiz zn folgen; denn sie liebte ihn sehr.
Wie gewohnt, brachte man im Hause des Herrn Wilmson, beischönem Sommerwctter, die letzten Stunden des Tages in einemGärtchen am Hause zu, worin er zwischen den Blumenbeeten einegeschmackvolle Lusthütte hatte bauen lassen. Hicher begab sich HerrWilmson nach dem Abendessen mit der Frau von Moos, seinerSchwester, und seinem Sohn Fritz. Bisher war nur von der be-vorstehenden Ncise gesprochen worden, und von dem Nbschieds-schmanse des folgenden Tages, zn welchem Herr Wilmson seineFreunde und deren Familien cingeladcn hatte, in denen seineSchwester mit Liebe ausgenommen war.
Nun aber trat der alte Invalide Krabb, wie er Abends Pflegte,in das Gärtchen, um seine Abcndpfeifc in freier Luft zn schmanchen.Er wohnte bei Herrn Wilmson, der ihn zu lebenslänglicher Ver-pflegung zn sich genommen. Denn Krabb hatte im schwedischenKriege, nicht ohne die größte Lebensgefahr, den wichtigsten Thcilvon WilmsonS Vermögen gegen die Zuchtlosigkeit der Soldatenbei Swincmnndc gerettet, nämlich große Niederlagen von frem-den Weinen.
Krabb setzte das kurze Pfeifchen vom Munde ab, lupfte grüßenddie Pelzkappe und hob dann mit trinmphircndem Tone an: „ Siethnn mir in der Seele leid, Frau von Moos! Sic sind meinerTreu in Magdeburg gewesen, und haben den glorreichen Königvon Preußen nicht gesehen. Ja, Frau von Moos, mir ward, wieder König so prächtig daher ritt, »nd weit umher die ganze Weltvor der Majestät des Einzigen verstummte und sich beugte, mir