Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Ich sende dir Nachricht von Gibraltar, von Liverpool, vonAmerika. Ich werde, bis mcin'Tod erscheint, mit dir in Ver-bindung bleiben. Nun aber lebe Wohl!

Lebe wohl, mein Georg! Lebe wohl, Bcatricc!

F. L."

Am frühe» Morgen des andern Tages, da er diesen Brief ge-schrieben, ward er durch heftiges Pochen an seiner Thür ans dembesten Schlaf geschreckt. Man rief ihn znm Schiffe und bat umEile. Es war noch finster. Sein rechtsgelahrter Wirth und zweiMatrose» traten mit Laternen ein. Man gönnte ihm kaum Zeit,sich in Kleider zu werfe» und Weisung wegen richtiger Bestellungdes Briefes zn crtheilcn. Die ungestüme Dringlichkeit der Ma-trosen befremdete und verdroß ihn.

Warum, wenn euer Kapitän diese Nacht den Hafen zu ver-lassen beschlossen hatte, ließ er mich nicht schon den Abend zuvorrufen," murrte FortnnatuS :DaS sicht in der That einer Fluchtähnlicher, als einer Abreise."

Einer der Matrosen crwiedcrtc, mit Boranscndnng kräftigerFlüche:Ihr habt'S getroffen, Sir. Flucht ist'S, und nichts an-deres, als Flucht. Ich verwette Leib und Seele, die französischeFlotte liegt vor dem Hasen, und der Kapitän will ihr noch ent-wischen. Hängt den Mantel nicht um, Sir, ich trage ihn Euchnach, damit Ihr die Beine zum Laufen freier habt!"

Fort! fort!" schrie der Andere:Als wir mit der kleinenSchaluppe über Hals und Kops ans Land geschickt wurden, ver-thcilte sich die Mannschaft schon zum Ankerlichten, und der Steuer-mann lief mit seinen Leuten zum Steucrrade. Die Hundewache warnoch nicht ausgelaufen, da hieß cs schon: Alles auf! alles auf!und Flaggen und Wimpel wurden aufgehißt. Kommen wir nichtzu rechter Zeit, so ist die Fregatte davon; wir müssen nachrudern»nd bekommen statt Morgenkost die Peitsche mit allen neun Fin-