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zutheilen, vielleicht in verbotener Absicht, oder um Erlaubniß vonseinem Freunde zu erschleiche», das gegebene Gelübde zu brechein
„ES ist wahr," entgegnete ihm der Schweizer: „ich bin niein so glänzende» Glücksumständen gewesen, als nun. Auch konnteich nie erwarten, durch eigenen Fleiß, so viel Vermögen zu er-schwingen. Und doch gestehe ich dir, gewährte mir sonst ein unendlich kleinerer Gewinn, den ich, als Frucht und Lohn meinerArbeiten, ehren konnte, unendlich größeres Vergnüge». Was wirdurch Anstrengung und eigenes Verdienst erwerben, erkennen undlieben wir, als das Werk unserer Kraft. ES vergrößert in unsdie Achtung unserer selbst. Aber was uns ohne unser Zuthun nur,wie Schicksalsalmosen, znfällt, gehört nicht zu uns, sondern zumblinden Ungefähr. Wir finden uns dadurch nur wieder auf gleicheLinie mit dem verdiensilosesten Tagedieb und dem verworfenstenGlücksspielcr gesetzt. Darum ist der Taglohn des Handlangers ansich ehrwürdiger und ihn höher, stellend, als die Tonne Goldes,welche der Glückspilz im Schlaf findet oder ererbt."
Sir Down schüttelte lächelnd den Kopf und sagte: „Freund-chen, ich will dir zwar nicht Unrecht geben. Aber wie muß man'Sendlich ansangcn, dich wieder ins Reich der Freude cinzuführcn?Einmal macht Fortuna im Leben jedem Menschenkinde ihren Be-such; weiß man sic nicht zu halten, schlüpft sie zum Fenster wie-der hinaus, wie sie zur Thür herein schlüpfte. Mag auch meinet-halben Geld und Gut unsichere Krücke für die Zufriedenheit sein:wahrhaftig, Armuth, Geldverlegenheit und Brodsorge spielen dochauch schlechte Tafel- und Tanzmusik."
„Ich weiß in der That nicht," versetzte FortunatuS, „ob jenerohe Sorge um LcibcSnahrung und Nothdnrft, die wir mit de»Thiercn gemeinschaftlich tragen müssen, so ganz absichtlvS insLeben des Menschen hincingcworfen ist? Sie härtet das Gemüth,und macht es minder empfänglich gegen manches Ungemach, von