Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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friede». Schlage» Sie doch mir die bla»e» A»gc» auf. Sehe»Sie dort hinten die malerische, weiße Villa zwischen den Pappelnauf der Höhe? Dort wohnt der süße Frieden der Seele. Es istdie Villa der Marchcsa Vioganni."

FortunatuS blickte empor und wandte sich schnell um. ES schienihn Zittern zu befallen.Kehren wir zur Stadt zurück!" sagte ermit einem Ton des Unwillens, ließ den Arm des Engländers fah-ren und ging zurück. Sein Begleiter schloß sich ihm wieder anund sagte:Ich erstaune, Sir Linthi. Sie also wollen im Ernstnicht, selbst wenn die Gräfin wollte? Sie sind geliebt, Enfcmiasagte es mir; Sie selber sagten cS mir. Sic kennen die Heftig-keit nicht, mit welcher italienische Herzen schlagen. God dam!Ich bin Ihnen noch Genngthnung schuldig von Corfu her, undhabe Ihnen mein Leben zweimal zu bezahlen. Hier wäre Gele-genheit zu Allem. Lassen Sie mich machen, Sir FortunatuS.Ich allein setze das Wagstück für Sie durch."

Und geläng' es, so hätten Sie den vergeblichsten aller tollenStreiche gewagt. Ich bin fest entschlossen, jedem hoffenden Ge-danken an Beatricen zu entsagen, und Verhältnisse zu ehren, inwelchen die Welt und ihre Ordnung allein bestehen kann. Undwäre die Gräfin groß genug, über die Schranken des kirchlichenUnterschiedes hinweg zu sehen, die den Protestanten von der Katho-likin trennen, so wäre ich zu stolz, gleich andern Glkcksjägern,armen Rittern und Abenteurern, die Gunst eines Mädchens zumißbrauchen und mir, auf Rechnung der Liebe, Geld zu machen.Daraus wird nichts, lieber Freund. In meiner Armuth wohnteine Ehre, in meinem Seelcnleidcn eine Hoheit, welche ich we-der um Tonnen Goldes, noch um die Hand des schönstes Weibesverkaufe.

Bravo!" rief der Brite und ging eine Weile schweigend nebenLinthi her, wie über den unerwartete» Riß betroffen, welcher ihm