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„Erinnern Sie sich? Gestern schlug ich Ihnen scherzweise dieEntführung der Gräfin Piviafranca vor. Heute ist's kein Spaßdamit. Lege» wir Hand ans edle Werk! God dam, ich sterbe inMessina an Langcrweilc."
— Sie sind bei lustiger Laune, Sir.
„Es ist mein eiskalter Ernst, Sir Linthi! Schon gestern Abenderfuhr ich Alles, was zu wissen nöthig ist. Schon diesen Morgenmusterte ich mit Kcnnerangen die Festung, ihre Stärken, ihreSchwächen, Höhe der Fenster, Beschaffenheit der Hinterthürcn.Ich sage Ihnen, die Unternehmung ist Kinderspiel, und der Ro-man Ihrer Liebe krönt sich mit dem vortrefflichsten Schluß."
— Ich beschwöre Sie, lieber Freund, kein Wort mehr vonder Gräfin, sagte FortnnatuS, und durch seine Mienen ging einAusdruck finstern Mißfallens an dem Gespräch.
„Nur ein halbes Stündchen von hier wohnt sic!" fuhr derBrite fort: „ Auf dein Landgnte einer Verwandtst!, einer MarchesaMoganni, wohnt sie, in tiefster, nonnenhafter Eingezogenheit undtiefster Trauer um einen verstorbenen, alten Vetter."
— Ich will und darf sie nicht wieder sehen, Sir Georg. Drumwird mir der Aufenthalt in Messina znr Pein. Ich werde die Gütedes Generals anflchcn, mich lieber nach Malta oder Aegypten zuschicken. Ich habe meinen Gleichmuth erst zur Hälfte wieder er-rungen. Verhüte mein guter Genius, daß ich Beatricen noch ein-mal begegne. Ich wäre verloren.
„Verloren? Ganz und gar nicht, Sir. Sie fänden Ihr liebesIch nur im Herzen des schönsten Mädchens von Sizilien wieder.Heben Sie doch ein wenig die Augen auf, und sehen Sic nichtso menschenfeindlich!"
— Stören Sic mich nicht auf meinem Weg, dem einzigen,zum Seelenfrieden, Sir Down.
„Eben führ' ich Sie ja auf den wahren Weg, zum Seelen-