Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Sie traten in einen freundlichen Saal, worin schon eine kleineGesellschaft versammelt war. Sir Down stellte seinen Freund denDamen des Hauses, einer altern und einer sehr artigen jünger«,Namens Miß Anna Hartley, vermuthlich Verwandtinnen desBewirtherS, dann ihn diesem selber, so wie dem General For und'einem englischen Schiffskapitä» vor, Namens Smith.

Der General, ein Mann von mittlerer Größe, schneeweißenHaaren, etwa sechSzigjährig, empfing den jungen Schweizer mitzuvorkommender Güte, und drückte ihm sehr gefühlvoll seinen Dankfür den Hcldenmnth ans, den er beim Unglück der Austria bei SirGeorgs Rettung bewiesen. Auch beim Frühstück, welches auf be-kannte englische Weise und sehr köstlich gereicht ward, wandte ersich am liebsten mit dem Wort an ihn, und schon vom Zweck seinerReise unterrichtet, gab er ihm die tröstende Versicherung, daß fürihn gesorgt werden müsse.Bleiben Sie einsweilen in Messina.Und sollt' es für Sie beim Regiment Wattewyl und bei den an-dern fehlen, so weis' ich Ihnen einen Platz an, der Ihren Talen-ten angemessen sein soll."

Die Verheißung zerstreute alle Bekümmernisse des Jünglingsum eine anständige Fristnng seines bürgerlichen Daseins. Er wardganz Dankgefühl, und erzählte nun, anfgcfordert von den Damen,mit besonderer Liebenswürdigkeit die Geschichte des Schiffbruchs,wobei Kapitän Smith mehr als einen Fluch dazwischen donnern ließ;dann vom französischen General Rehmer und der Schlacht bei Monte-lcone, wobei der britische Oberbefehlshaber die beißendsten Rand-glossen über die elende KriegSwirthschaft der Sizilianer machte.

Man war beinahe daran, vom Tische aufzustehen, als der Ka-pitän den Namen einer Brigg nannte, die diesen Morgen von Gi-braltar angekommen sei, und mit welcher General For schon längstDepeschen von London erwartet hatte. Dies gab der Unterhaltungeine neue Wendung. Der General äußerte Ungeduld, nicht wem-