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8 (1851)
Entstehung
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heiter gestalten können. Wenn ein großes Leiden des GcmüthsAlles um uns her zu Nacht verfinstert, und darin der letzte Frcuden-strahl auöstirbt, welchen der Himmel senden konnte: glaube dochNiemand, daß die ewigen Sterne selbst ansgeloschen seien! Sicleuchten noch über den Wolken. Und alles Leiben ist nur Gewölk.Es entspinnt sich und zerrinnt. FortunatuS kannte diese Wahr-heit so gut, wie jeder; und doch hatte er, eben in den schwerstenAugenblicken, da an ihr festzuhalten am dringendsten war, denGlauben an sie verloren, wie es der schwachen Sterblichen Art ist.

Jetzt aber, leicht athmend im inner» Wohlgefühl des Gcsun-dens, und unerwartet von einem Frcundesarm umfangen, da erin der Fremde verloren zu stehen meinte, fühlte er sein ganzesSein und Wesen wieder allmälig in die ihn umgebende Welt hin-eingewachsen, von der auf immer losgerissen und die für ihn einTodtenkörper geworden zu sein schien. ES blühten wieder linksund rechts, wenn auch sparsam, wie ErstlingSpffanzcn eines neuenLenzes aus Schneegefildcn des wintcrnden Märzes, einzelne an-genehme Erwartungen, einzelne kleine Hoffnungen. Am meistenzog ihn die Aussicht auf persönliche Bekanntschaft mit dem briti-schen Oberbefehlshaber in Sizilien an. Den» Anstellung im eng-lischen Kriegsdienst hatte ihn nach Sizilien gelockt, und sei» mäßi-ger Geldvorrath, welchen er aus dem Schiffbruch gerettet, wardurch Freigebigkeit bedeutend zusammengcschmolzen. HauShaltungS-sorge hat von allen menschlichen Sorgen darum die widerlichsteBitterkeit, weil sie nur an leibliche Nothdurft und thierischeS Be-stehen mahnt. Sie adelt nicht das Gemüth, sie demkthigt nur.

Sir Down erschien zur bestimmten Stunde, und mit einemAntlitz, in welchem die Helle Freude strahlte. Er führte Fortunatomit sich, aber nicht tn das englische Hauptquartier, sondern in das-jenige eines der ersten KriegSzahlmcistcr, bei welchem General For,als einem alten Freunde, an diesem Morgen das Frühstück nahm.