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werde auch zugleich sein Sterbebett werde», und der Gedanke thatihm im Innersten wohl. Er weigerte sich anfangs sogar, Arzneienzu genießen, ungeachtet der herbeigerufene AeSkulap Mcssina'S ihmweitläufig und mit den gelehrtesten, aber unverständlichsten Kunst-anSdrücken bewies, griechisch und lateinisch, daß er seine Gesund-heit verloren habe. Fortunatns durste um so weniger an der Wahr-heitsliebe dieses würdigen Mannes zweifeln, da das Fieber bei-nahe vierzehn Tage lang währte. Indessen ist'S noch unentschieden,ob die Purgantia und Emetica des HcilkünstlerS, oder die kräftigeNatur und die sorgfältige Pflege, welche dem leidenden Jünglingzu Theil ward, mehr dazu beitrugen, ihn so bald vom Bett zubefreien. Die Gemahlin des RechtSgclehrten, in dessen Hause erwohnte, eine junge, gesprächige, mitleidige Messineserin, ließ sich'Snicht nehmen, bei dieser Gelegenheit die zartesten Pflichten derGastfreundschaft und des Erbarmens gegen den verlassenen Fremd-ling zu üben, der ihr eben so beklagenS- als liebenswürdig zusein schien. Sie wußte ihm mit vieler Artigkeit die Langeweilezu verplaudern, die Arzneien zu reichen, die Kopfkissen zu legen,und, als Genesenden, die stärkendsten Kraftbrühen und Leckereienzu bereiten. Gleichwie die armseligste Predigt, aber von einemguten Redner an das Herz der Gemeinde gelegt, fruchtbringendwirken kann, so wird auch die eitelste Arznei in den Händen derZärtlichkeit zum wunderthätigcn Heilmittel.
Mittlerweile waren dabei drei, vier Wochen verstrichen, ichhätte sage» können, für FortunatuS verloren, wenn dem, welchemam ganzen Leben nichts gelegen ist, einige Wochen daraus Ver-lust heißen könnten.