Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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beim du allein wärst sie gewesen. Ich hätte cm eine Vergeltungschon auf Erden geglaubt.

Weine nicht, bewundernswürdige Dulderin, du warst ja schonerhaben einst in deiner KnechtSgestalt über Verfolgungen des Ver-hängnisses. Dulde, du Heilige, und blicke aufwärts! Was hatdie unsterbliche Liebe derer, die ewig sind, vom Fluch dieser ver-gänglichen Welt zu fürchte»? Sind wir nicht beide des höchstenund ewigen Adels? Sind wir nicht göttlichen Geschlechts, unddas Allerhöchste der Wesen, ist es nicht unser Vater? Hicniedenschmiedet wohl menschliche Thorheit ihre Ketten und Grafenkronen;baut ihre Scheiterhaufen und Kirchen, lieber den Sternen geltenkeine Kronen, keine Kirchen ; sic bleiben todte Erde auf todter Erdezurück. Im Reiche der Geister herrscht ein anderes Maß und Ge-wicht. Blick' aufwärts, meine Bcatricc! glaube, liebe, dulde!"

Er schloß diesen Brief. Seine Stirn war düster, sein Augetrocken, seine Wange glühend. Bald umsing der Habersack scinewenige Fahrhabe. Des Fischers Weib verhieß, das versiegelteSchreiben, Hand zu Hand, der jungen Gräfin zu überliefern. DerFischer selbst begleitete ihn zum Ilfer, wo seiner schon ein Bootharrte, mit sechs Ruderern besetzt, wie er es verlangt hatte. Manstieß vom Lande.

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Die Charybdis.

Weite Ruhe wohnte über den Wassern. Lange vernahm dasOhr keinen andern Laut, als den einförmigen, zeitweisen Schlagder Nndcr, welchen bald der heitere Sang der Schiffer melodischbegleitete. Das Meer glich einem stillen, großen Landscc, fastrings nmufert; rückwärts die anmnthsvollcn Gestade CalabrienS;vorwärts, in veilchenblauem Dnft, das bergige Sizilien über der