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Beim Landen trat ihm ei» Diener der Marchcsana mit der Bitteentgegen, ihm zn seiner Herrin folgen zn wollen, welche ans einemeinsamen Lnstgang der Morgenluft genieße und »ach ihm verlange.Er folgte. Er fand die Signora Vioganni auf dem öffentlichenPlatz vor der Stadt, sinnig in einem Schaitcngangc.
„Signor Linthi," redete sic ihn nach gewechselten Begrüßungenund Entschuldigungen an: „die Gräfin Beatrice, meine geliebteNichte, hat eine schlaflose, traurige Nacht verlebt. Es ist mirunbekannt, was sich gestern während meiner Abwesenheit zwischenIhnen und ihr ereignet haben mag. Auch liegt mir wenig daran,es zn erforschen, da ich des Nebels schon zn viel weiß. Ich hoffe,Sic werden, als Mann von Verstand, aus männliche Weise mitmir rede». Darum ließ ich Sie berufen."
— Zch erwarte in aller Ehrerbietung Ihre Befehle, gnädigeFrau l — sagte Fortnnatns gelassen, dem schon, was er hörensollte, Ahnung war.
„Ohne Umwege also zur Sache!" fuhr die Marchcsa fort miteinem Gesicht, welches den Schein einer vornehmen Gleichgültig-keit annehmcn wollte, und doch i» einzelnen Zügen und BlickenVerdruß, Verlegenheit »nd drohende Entschlossenheit nicht ver-hehlen konnte: „ ES war der unselige Zufall, mein Herr, der Sieauf dem Unglncksschiffe zn meiner Nichte führte, und eben Sieznm Retter derselben machte."
— Ich hoffe, gnädige Frau, Sic werden die Güte dieses Zu-falls nicht anklagcn, der Ihnen das edle Leben der Gräfin bewahrte.
„Es können Umstände und Zeiten eintreten, Signor Linthi,da ein schuldloser Tod wünschenswürdiger, als ein Dasein vollerSchmach und Thränen wirs. Ich muß Ihnen mehr sagen. Sie,mein Herr, waren es — ob Sie cS längncn wollen oder nicht,ficht Ihnen frei und gilt mir gleich, — Sie waren es, der alleKlugheit und Vorsicht der Signora Rosa die Ccnti vereitelte."