Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Jrrthümer, kommen Sie zu uns Andern in den Arm der allein-seligmachenden Kirche."

— Thcure Beatrice, religiöse Uebcrzcngnngcn sind Bündnissemit Gott und Ewigkeit. Wir können sie heuchlerisch draußen mitden Lippen abläugncn, aber sie sichen mwertilgbar in uns. Siesind selbst von nnscrm Willen unabhängig. Sie sind der ganzeInhalt nnsers Wissens »nd Gewissens. Daher gehen sic nicht ausunser,» Willen, sondern der Wille geht aus ihnen hervor. Neber-zeugungcn vertilgen, hieße den Geist vertilgen wollen. KönntenSie, wenn man Sie ans den Knien bitten, wenn man Sie mitHöllenqualen bedrohen würde, den Glauben an Zhr eigenes Da-sein, an Erd' und Himmel, in sich vernichten? Wenn Sie auchwollten, es läge außer Ihrer Macht. — Oder, Beatriee, möchtenSie mich als öffentlichen, täglichen Lügner sehen? Ich wäre IhrerAchtung von dem Augenblick an unwürdig.

„Fortnnatus!" rief sie aus beklemmter Brust: „das ist ent-setzlicher, als Schiffbruch!"

— Ich ehre Ihren frommen Glauben. Er ist mir heilig.Ehren Sie den ineinigen. Er ist mir heilig. Und böte man das

Schönste, was der Erdball trägt, BeatricenS Herz-und

Beatriccns Hand — — um den Preis der ehrlosesten aller Lügenwürd' ich das höchste Gut nicht kaufen.

„Mir ist unwohl, Signor Fortnnato," sagte sic mit matterStimme, kehren wir zurück."

Zudem er, um ihre Gesundheit besorgt, sie gegen das Land-haus führen wollte, trat ihnen die Dame entgegen, von der siezuletzt verlasse» waren.

„Gute Nacht, Signor Linthi!" sagte die Gräfin, indem siesich ans den Arm der Gesellschafterin stützte, „ mir thnt Ruhe wohl.Ich begebe mich in mein Schlafgemach."