Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
257
Einzelbild herunterladen
 

Ihre schone Seele zu den, unglücklichen Knaben. Die Nichte derMarchesana bietet kein Interesse mehr für das edelaiüthigc HerzFvrtnnato'S. Sprechen Sie es nur a»S: bloss hohes Mülcidcnfühlten Sie meinetwillen?"

— Ich bitte, thcnre Gräfin, tragen Sic dieses Mitleiden nnnmit mir. Der Traum iss ans,

„Also, Sie träumten? Und was?"

— Mir träumte-thcnre Bcatrice, zürnen Sie nicht --

das Bild meines geliebte» Creolc» ist seit gestern verwischt, auf-gelöst, vcrschmoUcn — — nicht in das Bild der Gräfin Pivla,sranea — — nein, beim Himmel, nein! Ich kenne diese kaum.Die Gräfin und ich! Wir stehen in nnermcßlichcr Ferne ans ein-ander — —

„Das muss wohl der Fall sein, lieber Fortunata, denn ineineOhren vernehmen zwar noch Ihre Stimme, aber ich verstehe inder ungeheuer,; Entfernung kein einziges Ihrer Worte, Also?"

— Der Creole ist vergessen! Bcatrice, und mir Acatriec konnleihn ans Gedächtnis, und Herzen verdrängen,

„Dabei wäre nun nicht viel verloren gegangen, scheint mir'S,Fahren Sie fort, in dieser Nabe zu sprechen, dann sang' ich an.Sie zu verstehen,"

— Mir träumte, v Beatrice, ich dürfe, ich müsse Beatricenanbcte»-lieben — —

„Das träumten Sie, Forinnato?" sagte die Gräfin leiser undstützte fich fester ans den Arm des Jünglings, „Also Traum?"

— Da ward ich gewahr, ich sei der Sarazene Ihres Liedes,und Bcatrice die sterbende Christin.

„Ihr Traumgott war nicht gütig. Gut, das Sie erwachten,"

— Nein, ich ward es erst im Erwachen gewahr,

„Es kommt mir vor, Sie verirren sich, in Verwechslungen IhrerZustände, Sie wachten im Traum, und träumen im Wachen,"Zsch, N°v, vili. fl