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8 (1851)
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großer Traurigkeit zeigten, noch die Acußerungen des Mitschmerzesron den Anwesende» für mehr, denn einen üblichen Zoll der Höf-lichkeit nehmen zu wollen schienen.

Marches» Biogauni erklärte, daß der Leichnam in das Erb-bcgräbniß nach Sizilien hinübergcführt werden müßte, da sie da-für, so wie für Bewachung des Todten, für Haltung der Seelen-messen u, s, w. vorläufige Anordnungen treffen, und sich selbst,schon des Anstandes willen, in das nicht weit entfernte Trauer-haus begeben wolle. Ihre junge Nichte aber, Grausen gegen dieTodten hegend, bat von der Erfüllung dieser Pflicht entlassen zuwerden. So entfernte sich die Marchcsa, begleitet von zwei ihrerGesellschafterinnen und dem Diener. Die Gräfin und eine derDamen, nebst Herrn Linthi, gaben ihr durch den Garten in derAbenddämmerung das Geleit.

Tie zurückgebliebene Gesellin Beatriecns verlor sich aber, wiedurch Zufall, von ihr, aus dem Garten, und ließ sic mit Fortu-nata allein in den Gängen desselben umherirrcn.

„Mög' er Ruhe im Grabe finden!" sagte die Gräfin, „undvor Gott Vergebung seiner Sünden, unter welchen Brudermordwahrlich keine der kleinste» ist. Auch ich will zahlreiche Messenfür ihn stiften. Sein Tod hat mir Sicherheit und Ruhe wieder-gegcbcn. Ich bin frei, nun ich vor den Gewaltsamkeiten Nibcra'snicht länger zittern darf. Zwar die Marchesana liebt mich nicht zaber sic kennt auch keinen Haß. Sie hat nie einen andern Grimm,als gegen den Bruder gefühlt, über dessen Leiche sie jetzt Thränenzur Schau auSstcllen wird. Aber trügen mich meine Vcrmuihnngennicht und glaubt sic, als Schwester meines Vaters, zu Gunsten einesgewissen gichtbrüchigen Prinzen über eine Hand verfügen zu dürfen,die ihr nie gehorchen wird: so trenn' ich mich auf immer von ihr."

— Das werden Sie nicht. Die Marchesana hängt mit Liebean Ihnen! — sagte FcrtunatuS.