Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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„Bringen sie mir die Guitarre!" sagte sie zu einem der an-wesenden Francnzimmcr: „Ich fürchte, unser Gast findet sich nonuns übel unterhalten, oder denkt an traurige Dinge, die ihn soeinsilbig machen,"

Der Befehl ward schnell vollzogen, und FortunatnS, der ihrenBorwurf ungerecht nannte, wollte doch selber nicht durch längeresWidersprechen der Freude verlustig gehen, BeatrieenS Stimme imGesang zu hören.

Ein lockender Seufzer strömte aus allen Saiten den FingernBeatrieenS entgegen, als diese sich kaum dem Lautenspiel nahten.Tann stieg zwischen den Klängen der Zither, wie von ^hnen nm-schleicrt, verschämt und leise die Stimme der Sängerin auf. Siesang ein altes Volkslied in sizilianischer Mundart, welches süd-spanische Heimath, wenigstens deren Liebes- und Andachtglnthverkündete.

Es lautet also:

Weinend schwang, zum Gott am iireuze,

Ihre Arm' empor Irene.

Doch der schöne SarazeneBeugte sich zur Dulderin.

„O du süße Gnadenlose,

Will dein tödilich-frommes GlaubenLeben mir und Liebe rauben:

Nimm sic, Christin, beide hin! "

Und er zuckt, auS gold'ncr Scheide,

Seines Schwertes Flammcnstrahlcn;

Legt eS an die Brust voll Qualen,

AuSzntilgen seine Pein.

Zum Erlöser weint die Fromme;

Fleht im Schmerz, dem allcrbängsten: