Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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Ich habe ihm aufrichtig alles Unrecht verziehen, das er meinemVater und mir gctha». Ich bin wieder in vollem Besitz meinesväterliche» Erbes, des Raubes, den er begehe» wollte. Er gabmir mehr als dies ans seinem Nachlaß, und die Abtei, der ichentsprang, entschädigte er mit einem guten Theil seiner Landstücke,"

Nun erzählte ihm die Gräfin noch Manches von ihre» früher»Verhältnissen und der Grausamkeit und tückischen Klugheit ihresOheims, Er hatte die Franzosen mit nnanslöschlichem Grimm ge-haßt, und eben darum vielleicht auch seinen Bruder und die Mar-chesa, seine Schwester. Bei dem Allem fürchtete er dennoch dasGlück NckpoleonS und die Eroberung Siziliens durch französischeWaffen so sehr, daß er den beträchtlichsten Theil seines znsammcn-gescharrtcn NeichthnmS in die englische Bank niedcrgelegt hatte.

Fortunatas begriff freilich keineswegs, warum ihm die reicheErbin diese Familienverhältnisse vertrante? Vielmehr zeigte ihmjedes ihrer Worte die Kluft zwischen ihr und ihm; und jedes bei-läufige Erinnern an ihre glänzenden Standesverhältnissc schien nurberechnet zu sein, ihn an seine Pflicht zu mahnen, die er, alsMan» von Gefühl und Ehre, beobachten müsse.

Die Kammerfrau unterbrach diese Unterhaltungen, Bald tratauch die Marchesa wieder herzu.

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Das Sarazenenlied.

Schon war das Abendrots- verglüht, als man noch im Saaledes Landhauses beisammensaß, die Marchesa mit ihrem weiblichenHofstaat, FortunatnS »nd die junge Gräfin. Die Letztere schienbei dem allznzersplittertcn Gespräch am meisten von Langeweilegequält zu sein.