Es wird mir immer ein schönes Weib zeigen, aber keine Bcairiec.Darum lieb' ich das Bild,
„Nein, »ein, Fortunata, geben Sie mir'S zurück, Kuhlen,kühlen! den Mann von Schnee und Eis, kühlen! Brennen dennauch die Gletscher der Schweiz, wie unsere Vesnve und ActnaS?Ach, Fortunata, wir verstehen uns beide nicht! Wie kann der Eis-berg den Fencrberg begreife»? O hätte ich Gottermacht, ich legtedie Hälfte der Flammen, die hier brennen, in Ihr Herz, dasunterm Nordpol geboren ist,"
Er ergriff BcatriccnS Hand, sah eine Weile stumm ihr in dieAugen und wollte reden. Aber sie bedeckte sich schnell die Augenmit dem schmalen, weißen Händchen, und rief: „Nicht dieser Blickmehr! Nicht dieser furchtbare mehr, aus welchem alle meine Him-mel und Höllen gekommen sind. Der war'S, der mein ZnuersteSentzündet hat, bis das Leben verlodert, das Herz Asche geworden ist."
— Ich bin unglücklich, Bcatreie, weil Sie cs sind. Die Natureinet, die Welt scheidet uns. Ich weiß nicht, ob den Zufall segnenoder ihm fluchen, der uns beide auf dem Meere verband, und un-sere Schicksale zusammenflocht. Sie sind nicht frei. Sie sind hiergebunden mit hundert zarten, der Welt wichtigen Banden, Ichbin der Fremdling überall, den man leicht mit einem Näuber ver-wechselt und fürchtet. Die Marchesana aber fürchtet den Räuberschon, wie ich vcrmuthen darf. Sie soll es nicht! — bei Gott,sic soll cS nicht! Aber wie wird, wie kann sich das löse»?
„Nie! Es soll, es kann sich nicht lösen ! Freuen Sie sich mitmir. Meine Gefahren sind vorüber. Ich kann ohne Schrecken anMessina denken. Ich werde dahin zurnckkehrcn. Denn der GrafRibera liegt an seinen Wunden zum Sterben schwach, und dieTodesangst verwandelt den hartherzigen Mann zum empfindsamstenSünder, Er hat gebeichtet, hat die letzte Oelung empfangen. Wieein Heiliger zu sterben, ließ er mich zu seinem Sterbelager rufen.