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8 (1851)
Entstehung
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mochte. Seine Liebenswürdigkeit sowohl, mit welcher er sich injedes Herz einschmeicheln konnte, als seine auflodcrnde Heftigkeitund sein unbezähmbarer Starrsinn schienen mehr geeignet, traurigeVermuthungen zu unterstützen, als zu widerlegen.

Dies Alles aber, weit entfernt, des Schweizers Theilnahmean dem jungen Menschen zu mindern, erhöhte nur ihre Stärke.Die Jugend Cecco's, wie das reine Zartgefühl desselben in allenAeußerungen, dazu das offene, kindlichfreie Antlitz, in dessen be-weglichen Zügen die leiseste Gemüthsbewcgung Verräthcr fand,galten als eben so viele unverwcrsliche Zeugen seiner Unschuld. Undwelche Unbefangenheit, oder Gleichgültigkeit auch der Knabe seitdem Tage des Erdbebens gegen ihn angenommen hatte, sah For-tunat dennoch überall nach Spuren voriger Anhänglichkeit durch-schimmern.

Vom Schicksal, wie vom eigenen Herzen berufen, Beschützerdieses Verlassene» zu sein, beschloß er, sich auf keine Weise in dengegenwärtigen Gefahren von ihm zu trennen.

Verloren in seinen Gedanken, ging er in die Stadt zurück, woihm Sir Dow» begegnete und mit den Worten anrcdete: „Jetztändert'S endlich! Die Franzosen brechen auf.' Es ist Befehl ausdem Hauptquartier eingetroffen. Die Sachen gehen für sie schief."

„Wie so?" fragte Fortunat, dem bei der Anrede froher undbanger zu Muth wurde.

— General.Nchnicr ist im vollen Rückzüge. Das Hauptquartierdes Prinzen Hcssen-Philippsthal befindet sich schon zu Mileto.Hier umher ist das Land im vollen Aufstand gegen seine bisherigenDränger; die Sizilianer stürmen unaufhaltsam durch die Bergedaher. Ihre Vorposten sollen nicht mehr weit von hier stehen.Kapitän Abram zieht zu spät ab.

„Schlimm genug, Sir. Wann gcht's mit uns fort und wohin?"

— DaS kümmert mich nicht. Sorge Jeder für sich. Die Der-