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bin nicht ganz unbekannt, und überall gibt's Schelmengesindel undVerräther. Führen Sie den Burschen, Cecco heißt er, glaub' ich,mit sich her. Brauchen Sie Geld?
„Nein, Herr Oberst!" antwortete Fortunata, der sich erinnerte,daß Cecco mit Sir Down beim Kapitän Abram zu Mittag gespeistund einen guten Theil des Tages daselbst zugcbracht hatte.
— Wohlan, Signor Liuthi, säumen Sie nicht. Aeußert derMulatte keine Lust, so dringen Sie nicht zu stark in ihn; aber ausjeden Fall führe» Sie ihn zu mir. Ich möcht' ihn sehen. Vielleichtbered' ich ihn, uns zu begleiten. Sehen Sic. Dort kömmt einestarke französische Sircifwacht aus der Stadt, den Berg herauf. Ichverberge mich in dieser Gegend und erwarte Sie.
„Verbergen Sie sich nicht, Herr Oberst. Sie schweben in dop-pelter Gefahr. Sehen Sie eine zweite Streifwacht dort hinten mituns auf gleicher Höhe, und wie es scheint in der Richtung hicher.Uebrigens werden Sie mir erlauben, daß ich den Bruch eines Ehren-wortes für eine Sünde halte, von der ich im Beichtstuhl zwar,aber nicht in meinem Gewissen absolvirt werden könne."
Beide schwiegen hier und betrachteten einander unschlüssig; dannverbeugten sich beide in gleicher Zeit gegen einander und trenntensich. Der Oberst schritt raschen Ganges bergauf; Fortunat bergab.Drunten fand er noch den Priester, welcher ihn mit aller Unbe-fangenheit befragte: warum der Capo Ruota ihn nicht begleite?Und als er hörte, der sei nicht droben gewesen, eben so unbe-fangen hinznsetzte: „So hat der, welcher jenen Bauern für denPasquale hielt, sich und uns zugleich betrogen."
Der Schweizer ging mit leisem Kopfschütteln an dem frommenMann vorüber, der ihm, Alles zusammen gerechnet, in dieser Sachenicht ganz lauter schien. Vermuthlich kannte Fortunatas, ans frühe-rer Erfahrung, die Gerngeschäftigkeit und Neigung der meistenitalienischen Geistlichen jener Zeit, überall daheim zu sein, und in