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Gehen Sie. Führen Sie unter einem Vorwände Ihren Mulattenoder Creolen hierher; ich will Sie bei dieser Kapelle erwarten. Mor-gen tragen Sie HauptmannSuniform; ich gebe Ihnen mein Ehren-wort. Verlieren Sie keine Zeit, denn mir ist die meinige wichtig.
„Können Sie mir ein Ehrenwort anbietcn, mir, dem Sie an-rathen, das seinige zu brechen?"
— Sehen Sie her! Ich legitimste mich. — Der verkleideteBauer riß vorn das grobe Wamms und Hemd auseinander, undließ auf einem Brustleibchen von feinster Wolle das silbergesticktcOrdenskreuz des heiligen Januarius sehen.
„Ich bin königlicher Oberst; mein Name Vivenzio, Cancel-lieri genannt," fügte er hinzu, während er sich wieder cinknöpfte:„haben Sie noch andere Bedenken?"
Der Schweizer betrachtete den Fremden, nun er den Namendesselben gehört hatte, mit größerer Aufmerksamkeit. Er erinnertesich zu wohl, wie PaSquale und Ceeco von diesem Manne gesprochenhatten, und erstaunte eben so sehr über dessen Verwegenheit, sichin eine von Franzosen besetzte Stadt, mitten unter die Feinde zuwagen, als über die Wichtigkeit, welche man auf die Person derSignora Rosa di Cent! legte. — „Entschließen Sie sich!" riefder sizilianische Oberst.
„Und wenn mir der Page der Signora nicht folgt?" sagteFortunato.
— Führen Sie ihn her. Wir machen'S ab. Er geht mit uns.
„Warum sprachen Sie ihn nicht selber,-da Sie doch in derStadt gewesen sind?"
— Er war unsichtbar. Man konnte ihn nicht von der Seiteeines gewissen Engländers bringen, mit dem er den ganzen Tagbeim französischen Kommandanten zubrachte. Der Kommandant be-gleitete den Burschen sogar bis zu dessen Quartier zurück. Und,Sic begreifen wohl, für mich.ist Gcrace kein sicherer Ort. Ich