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8 (1851)
Entstehung
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kümmere mich um die Leute nicht u. s. w. erwiederte, brach derCalabrcse ab, gab dem Gespräch andere Richtung, indem er demSchweizer wohlwollend den Rath crtheilte, mit dem Pagen derunglücklichen Signora schleunigst Gerace zu verlassen, und sich inSchutz der königlich-sizilianischen Heere zu begeben. Die siegreichenWaffen derselben wären im vollen Anzug; die Streisparteien schonin der Nachbarschaft; die Besatzung von Gerace würde, mit Allemwas zu ihr gehöre, gnadenlos niedergemetzclt werden. Da For-tunatv die Achsel zuckte, und sich mit dem Ehrenwort entschuldigte,welches er dem französischen Befehlshaber gegeben, ohne Bewil-ligung des Generals Neynicr sich nicht zu entfernen, warf der Bauerlinks und rechts flüchtige Blicke, und sagte mit auffallend geänder-tem Ton: „Signor Linthi, Ihre Umstände und der Zweck IhrerReise nach Sizilien sind mir nicht fremd. Sprechen wir daher offenmit einander. Sie suchen im Regiment Frohberg eine Offizier-stellc. Es hängt von Ihnen ab, sie diesen Augenblick zu erhalten,und morgen das Patent. Haben Sie schon gedient, als Haupt-mann, so versprcch' ich Ihnen Majorsrang bei den Truppen desrechtmäßigen Königs beider Sizilien. Ich bin ein Anderer, alsder ich Ihnen schien."

„Und wer also sind Sie?" fragte Fortnnato, ohne Bewunde-rung oder Verlegenheit zu äußern.

— Im Dienst des Königs Ferdinand. Verlassen Sie Geraceauf der Stelle. Dlc Handvoll Franzosen in der Stadt ist schon jetztverloren. Ich kam und überzeugte mich von der Lage der Dingehier mit eigenen Augen. Das Nest, sammt den Vögeln d'rin, gehörtmir. Meine Leute stehen, auf allen Wegen ringsum, im Gebirg.

„Ganz gut. Aber ich muß den Mann kennen, dem ich michanvertrauen soll."

— Wollt' ich Sie betrügen, würd' ich um keinen Namen ver-legen sein, und Ihnen Rechenpfennige statt der Goldstücke geben.