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Beide gingen ihn ciufzusuchen. Der Priester verließ ihn einigeMale, unter dem Vvrwand, in den Häusern nachzufragen, wo derCapo Ruota einzukehrcn pflegte. Nach einer guten halben StundeSuchens versicherte der Priester, man habe den Cavalier so ebennach der Kapelle della Croce wandern gesehen. Fortnnato kanntediese Kapelle. Sie lag, eine Viertelstunde vor der Stadt, sehrromantisch auf der Hohe, an einem Felsen, zwischen schattigenKastanienbäumen. Der dienstfertige Priester ließ sich das nicht hin-dern, ihn eine Strecke Weges zu begleiten, und dann ihn wenig-stens mit den Augen noch bis zur Kapelle zu verfolgen.
In der That saß hier unter dem Vordach der Kapelle ein Bauer,der sich bei Fortunato'S Eintritt freundlich von 'der Steinbank auf-richtete und ihn anredete, aber versicherte, der Capo Nuota, den erwohl kenne, sei nicht da. Ein Wort gab das andere. Der Bauerschien von den neuesten KriegSereigniffen in Calabrien und der ge-fährlichen Lage der Franzosen sehr genau unterrichtet zu sein. Diesbefremdete den Schweizer, bei der herrschenden Volksstimmung, sowenig, als die Neugier des Mannes, alle kleinen Umstände vomUntergang der Austria erfahren zu wollen. Fortunatus erzähltewieder, was er schon hundert Male erzählt hatte.
Immer aber kam der Frager auf Signora Rosa di Hcnti undderen Begleitung zurück, indem er großes Bedauern mit derenkläglichem Tode äußerte. Wie einfältige Miene der Mensch auchmachte, ward er doch dem gutmüthigen Antworter bald durch dieArt seiner Erkundigungen verdächtig; z. B. wie der Crcole zu derunglücklichen Signora gekommen sei? Wie die zwei andern Be-gleiter derselben geheißen hätten? Von welcher Gestalt, von wel-chem Alter sie gewesen wären? Ob noch andere Frauenzimmerdas Schicksal der Signora gehabt? Ob man von den Habselig-keiten dieser Donna nichts, gar nichts gerettet habe?
Als Fortunato ihm überall mit einem: Ich weiß nicht; ich be-