Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
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men. A» einer Wand sah man das in Stein gemeißelte Wappendes fürstliche» Hauses Grimaldi, welches seit alten Zeiten ober-herrliche Rechte über Gerace und die Umgegend gehabt.

FortnnatuS stand im Begriff, um die leere Zeit des Wartensauszufüllcn, die übrigen Theile der Ruine zu besichtigen, als erTritte und Stimmen von Personen hörte, die wahrscheinlich ausgleicher Ursache, wie er, in dies öde Gemäuer geflohen waren.Eine der Wände trennte sie von ihm. Er erkannte deutlich, anTon und Redensarten, den gelehrten Wetter Pasqnale, welcherschon seit mancher Woche nicht mehr im Städtchen erblickt wordenwar. Aber mit noch höhcrm Erstaunen vernahm er dazu die StimmeCceco's. — FvrtunatuS verhütete nun die leiseste Bewegung.

„Welchen Grund hatte er, Sie, vortrefflicher Cavaliere-, zuverhaften?" sagte Ceeco: „Ihr langes Ausbleiben hat mich fastkrank gemacht. Nun sterb' ich vor Ungeduld, Alles zu erfahren.Geschwind, den Brief der Marchesa Vioganni?"

— Zum Glück gab sie mir keinen. Sie und Graf Ribera lebenin Todfeindschaft gegen einander,

„Keinen Brief? Und das nennen Sie Glück? Zeh nenn' esmein Unglück!"

— Mitnichten, Signor Ceeco. Ich bin so alten Adels, glaub'ich, als der Graf. Aber wär' ihm ein Brief in die Hände ge-fallen, er hätte mich, wie seinen Lchnbaner, gestriegelt. MeinenSie, .man würde mir, wie einem gute» Edelmann, den Kopf mitdem Beil abgeschlagen haben? Nimmermehr; an den ersten bestenBaum hätten sie mich aufgcknüpft!

„Mein Schreiben aber an die Marchesa?"

— Das ist eine andere Frage! Merken Sie sich, junger Herr:Signor PaSquale hat schon tausend Advokaten mit langer Naseaus den Gerichtssälcn verschickt; Vacalwinnu Kariolu! was sindihm sizilianischc Bauern dagegen.