Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
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bog sie crröthend den Kopf zurück, und wand sich schämig aus demArm ihres schönen Beschirmers.

Aber zugleich ertönte nahe bei ihnen ein kurzer und durchdrin-gender Schmerzensschrei. Sie blickten hin. Es war Ccceo. Erstand mit erdfahlem Antlitz, stumm und bewegungslos vor ihnen.Nur in seinen Augen funkelte ein Blitz zorniger Verachtung.

„O Cecco! hclf uns Gott, ein Erdbeben!" rief Enfemia, in-dem sie zu ihm eilte: „Welch ein Unglück!"

Er stieß sie mit oorgcstrccktcr Hand zurück und crwiedcrte mitbitterm Lächeln: „Allerdings Unglück; ich beklag' cs, die Um-armung gestört zu haben. Legen Sic sich nicht Zwang an. Ichwerde mich entfernen."

„Wollen Sie noch scherzen, während die Berge zusammcn-fallen?" fragte Mareoli'S Tochter.

„Bemerkten Sic wirklich die Kleinigkeit, Signora?" cntgegncteer: „Ich glaubte, Sie hätten an seiner Brust einen Weltunter-gang vergessen müssen."

FortunatuS betrachtete ihn kopfschüttelnd und sagte: „ Cccchino,welche Sprache!"

„Signor Fortnnato Linthi, es ist die Sprache des Enttäusch-ten !" versetzte mit stolzer Kälte der junge Mensch; dann , die Augengen Himmel gewandt, drückte er die Handfläche gegen seine Brust,als leide er einen tiefen Schmerz, wandte sich ab und verschwandim Gebüsch.

Fortunato führte Eufemien schweigend zu ihren Aeltern. Diesewaren aber mit den Mönchen und Priestern schon auf der Fluchtzur Stadt. Ans der Stadt hinwieder flüchteten die Menschen insfreie Feld. Hier und da lagen einige Beter, oder Haufen derselben,kniend in Wiesen und Aeckern; andere rannten, gejagt von Todes-schrecken, den Berg hinunter. Man sah sogar die französische Be-satzung in großer Eile nach der Küste ziehen, wo sie in der That