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lü.
Der SchreckcnStag von Gcracc.
Von dieser Zeit cm beobachtete Herr Lintht Leben und Treibenseines jungen Freundes schärfer; weniger aus Neugier, als Be-sorgnis für den wunderbaren Knaben, den leichter Sinn, Lebhaf-tigkeit seines ganzen Wesens und ErfahrungSlosigkcit zu gefähr-lichen Ucbercilungen winken konnten. Aber nichts ließ sich mehrvon jenen etwas verdächtige» Zusammenkünften entdecken; und derCapo Nuota war, mit seiner Guitarre, seit jenem Tage in Gcraeeunsichtbar geworden. Dagegen konnte gegen Eufcmicn das feurigeBlut des Crcolen die Leidenschaft der ersten Liebe um so wenigerverhehlen, je länger und vertrauter er in der Nähe des Mädchenslebte, welches, unbewacht und spielend, die Flamme selbst mitVergnügen anzufachcn schien. Nicht ohne Grund fürchtete For-tunat, bei der heftigen GcmüthSart seines Lieblings, den Augen-blick, da sie von Gerace scheiden müßten. Ein Zufall, Folgeeines schreckenvollen Ereignisses, entschleierte ihm Cecchino'S Zu-stand ganz.
An einem schönen Abend, cs war der zweiundzwanzigste April,begab sich der junge Schweizer in die Weingärten des SignorMareoli, wohin die Familie schon Nachmittags vorausgegangenwar. Längs dem Berge weideten, im hohen Grase der Wiesen,Schafhcerden, zwischen blühenden Birnen- und Aepfelbäumen.Wilde Granatenbüsche streuten hin und wieder ihre feucrfarbenenBlumen, wie glühende Kohlen, auf den Fußweg auS; währendlange Reihen von Zitronen- und Pomerauzenbäumcn ihn abwech-selnd mit Schatte» und Wohlgcrüchen bedeckten. In zauberhafterAbendbeleuchtung brannten Meer und Land. FortnnatnS glaubtenie die Natur in einer wollüstiger» Ueppigkeit erblickt zu haben.
Ziemlich gleichgültig gegen diesen Zauber, saßen hinwieder