Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
130
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lachend: „und Sie, sind Sie so schlau? Ich traut' es Ihrer from-men Miene kaum zu. Man muß sich vor Ihnen wohl hüten."

— Du bekennst mir also? Wie kamst Du dazu, mich vor SirDown so ängstlich und heimlich zu warnen?"

„Nun ja, ich will beichten. Der treue Baruaba, einer unsererLeute, sagte mir, der Engländer drohe, Sie umzubringcn. Sichatten mir Theilnahme cingeflvßt. Mit Ihnen zu sprechen, warmir auf dem Schiffe nicht erlaubt. Also mußte Ihnen Barnabameinen Zettel durch eine» Corfioteu in die Hand spielen; den erstenschrieb er selber. — Wissen Sie nun, was Sie daraus zu lernenhaben? "

— Zum Beispiel? denn ich liebe die Nutzanwendungen.

„Daß Sie mir auch auf der Austria schon theucr waren, eheSie mich kannte»; ferner, daß ich, trotz dem schelmischen Blickder blauen Augen da, die Bürgschaft Ihrer Gesichtszüge aunahm,und Ihnen den Brief an die Marchesa Vioganni durch den Frc-gattenschreiber zustclltc, den der unglückliche Barnaba ans Messinakannte."

— Aber der Brief ist verloren.

„Lebt doch der Briefträger! Ich habe nun eine» Andern ge-schickt: und Sic selbst bringen mir ja hier ein Stück von derWeisung, die ich demselben durch den närrischen Vetter PaSquale,über den zu wählenden Weg, ertheiltc. — Sind Sic nun auf-richtig erbaut?"

— Die Beichte ist nicht vollständig. Was hast du, wie einVerschwörer, mit calabrischcn Bauern heimlich abzuthun?

„Man beichtet keine Sünde, bis sie vollbracht ist. Ich binvollkommen unschuldig. Addio, lieber Beichtvater."