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8 (1851)
Entstehung
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Dies hinderte aber den kleinen Sizilianer nicht, mit eben sovieler Schwärmerei an Enfcmien zu hängen, die dagegen nichtunempfindlich warn Sie bewunderte,nur den Schweizer, aber fürden lieblichen Cecchino schien sie mehr als Bewunderung zu kennen.Die ersten, leichten Tändeleien beider gingen bald in stille Ver-traulichkeit über, und schon nach den ersten Tagen bemerkte man,daß sic Geheimnisse mit einander zu theilen hatten.

Fortunats mochte es etwas seltsam finden, daß ein Mädchenso leicht das Herz an einen hübschen Knaben verlor, der ungleichjünger, als seine Geliebte war; oder daß selbst Frau Marcoli vollmütterlichen Wohlgefallens den bedenklichen Tändeleien der zweilebhaften Wesen zusah. Aber ihm ward cs für Friede» und Ruhedes »nerfahrnen Cecchino bange, der an den Schwellen des Jüng-lingsalters das Borwchn jener stürmischen Leidenschaft mit Ver-gnügen empfand, die so manches LcbenSglück zu verwüsten Pflegt.

„ES wäre Wohlthat, wenn uns General Neynier bald vonGcrace fortschickte, oder freisprächei" sagte cr znCechino, da siebeide am Abend eines heißen Tages mit einander lustwandelten.

— Wohlthat? Jst's Ihr Ernst? Sie scheinen sich in Geraceaber doch zu gefalle»?

„Und warum nicht, so lange die Nothwendigkeit gebietet?Zwar bekenn' ich, daß mir die ealabrische Wirthschaft nicht ganzzusagt, wo man auf Felsen nistet und die üppigen Thälcr verwil-dern läßt; wo es von Kirchen strotzt, von Betern wimmelt, undman einander mit Messerstichen zahlt. Aber ich könnte mit denBlanmützcn Blaumütze, mit den Hottentoten Hottcntot werden,und mich in Alles fügen, wenn ich hierher verdammt würde. Aller-dings das Hans Marcoli —"

— Und Marcoli'S schöne Tochter nicht zu vergessen, SignorFortunato!

„L Cecchino, bewahre dein Herz vor den Strahlen dieser Sonnei