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färbe des Ereole» um vieles milder als sonst, sei es, daß sich dieAugen au dieselbe gewöhnt, oder Kopftuch und Haar mit ihrerSchwärze eine angenehme Täuschung bewirkt hatten.
Auch Herr Liuthi hatte sich, nach Ceceo's Beispiel, der Schifs-bruchgewäuder entledigt, und seine jugendlich-kräftige schlanke Ge-stalt mußte dabei nicht wenig gewinnen. Die Schönen von Gcraccwaren Kellnerinnen. Sic zeichneten ihn aus, und Eufemia mußtees dulden, von ihren Gespielinnen oder Freundinnen seinetwilleneben so viel geneckt, als beneidet z» werden.
Die Tochter Mareoli'S, in ihrer Unbefangenheit, nannte ihnaber selbst den schönsten Mann beider Sizilien; bewunderte vorAllem sein lockiges Haar, aus gediegenem Golde gekräuselt, wiesie es nannte, und betrachtete ihn oft ans der Ferne mit brennen-den Blicken. Dennoch verlor sie sich nie gegen ihn ans den streng-ste» Formen der Höflichkeit; ihr Wohlgefallen schien mehr Sachedes Geschmacks, als des Herzens. Sic trat ihm nicht näher, nichtferner, als seit dem ersten Abend.
Er hinwieder, bei allen Aeußcrnngcii zarter. Aufmerksamkeit,blieb sich nicht minder gleich. Für Mutter und Tochter war erderselbe. Mit ruhiger Tntmnthigkcit nahm er eben so gern dieEinladung zu einem Kartenspiel an, als den Arm der reizendenEufemia zu einem einsamen Lnstgang. „Die Natur hat ihm Allesgegeben," sagte Eufemia, sagten die Mädchen von Gerace: „Alles,aber das Herz vergaß sie bei ihm."
Wir wollen nicht entscheiden, ob es Mangel des Gefühls, oderMacht der Grundsätze war, was in so gefährliche» Umgebungenseine Besonnenheit rettete. Aber läugnen konnte man nicht, daßer zu lieben fähig sei, wenn man seine Freundschaft voll innigerZärtlichkeit gegen den jungen Sizilianer sah, die dieser mit nochgrößerer Znnigkeit und Begeisterung erwiederte. Man nannte sieauch nur die Unzertrennlichen.