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Der Aufenthalt in Gcrace verlängerte sich von Woche zu Woche.Der französische Obcrgeneral schien die Schiffbrüchigen wie eineArt Kriegsgefangener anzusehcn. Nun erst »m die Mitte Aprilswurden Sir Down und der Glarner »ach Monteleonc ins Haupt-quartier berufen; jener vermuthlich als Glied eines Volkes, mitwelchem Napoleon im Krieg stand, dieser, weil er die Rolle einesGeschäftsführers beim Verkauf der gestrandeten Maaren gehabt hatte.Sie brachten aber, zun, größten Leid ihrer Gefährten, die Ent-scheidung des Generals zurück: Alle hätten in Geraee zu verharren,bis, von Triest aus, Zeugnisse erschienen sein würden, daß sie die-jenigen wären, für die sie sich ansgäbcn, und in den Geschäf-ten reifete», zu denen sie sich bekannt hätten. — Man mußte sichdem Ausspruch des Gebieters schweigend unterziehen. Alles seufzteunter dem Joch der Langeweile. Nur im Hause Mareoli empfandes Keiner, wo die beiden Gäste bald heimisch, wie Genossen derFamilie, standen.
Besonders schnell schwang sich Cecchino, durch Anmuth, Witzund Muthwillen, in die Gunst der Frauenzimmer empor. Dabeiversäumte er nicht, auch sein Aeußcres gefälliger auSzustatten.Schon in den ersten Tagen trat er verwandelt auf, wie die Raupein den glänzenden Schmetterling, mit wechselnder Tracht; bald inkönigsblauem, balr> in grünem WammS, vom feinsten Tuche; dazuSchiffcrhoscn von Nankin; dann die feinste Wäsche; um den Kopfein schwarzes Scidentuch geschlagen, unter welchem stcllcnweis nochschwärzeres Lockenhaar hervorkroch; darüber ein leichter Strohhntmit breitem Rande. Der junge Mensch nannte Frau Mareoli, diemit sichtbarem Wohlgefallen seiner Laune pflegte, nur Mütterchen;und die schöne Eufemia ließ flch'S gern gefallen, wenn er sich ihrenCavaliere serventc hieß. Sie stickte ihm dafür auch mit künstlichenFingern in die Zwickel seines Kopftuchs Kränze von Rosen. So-gar Fortunatus fand ihn liebenswürdiger, und selbst die Gesichts-