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„Schweiz doch, Vetter Pasaualc!" sagte Signor Marcoli„Wer mag doch deine Grillen hören wollen? Ihr Herren," fnhrder gastfreundliche Wirts, fort, indem er sich zu den Andern wandte:„der Signor Capo Ruota") hat mitunter unverdauliche Einfälle:übrigens," und hier richtete er das Wort ausschließlich an denSchweizer: „ist der Cavaliere Pasquale, mein Vetter, ein grund-gelehrter Herr, das kann ich nicht läugncn."
Der Cavaliere PaSgualc grinsete widerlich und mit Schadenfreudeunter seiner Blanmntze, streckte den langen hagcrn Hals weit vorund flüsterte halblaut: „Hat aber unverdauliche Einfälle? Nun,da hast du einen über Nacht zum Verdaue»; höre, Vetter!" —Und nun sprach er mit langsamem, gewichtigem, einförmigem Wesenund Ton: „Seit zehn Tagen sind vom Cap Spartivcuto bis zurNocca Imperiale bei tausend tapfere Verbannte gelandet und inden Bergen zerstreut; das Hab' ich veranstaltet! Ich! Ihr wißtnicht, wer ich bin! Che sechs Wochen verstreichen, — merk' cs! —steht das Königreich unter Waffen, und der Prinz von Hesscn-Philippsthal mit zehntausend Sizilianern vor dem Thor von Neapel.Addio! Nun kaue, nun verdaue, Vettcrcheu."
Damit erhob sich, die an einem Band um die Achsel Hangendeschmutzige Zither unterm Arm, der ehrsame Capo Nnota, und schlich,triumphircnd tu sich lachend, auf den Zehen, mit langen, leisenSchritten, znm Hause hinaus.
„Achten Sie ans den nicht!" sagte Signor Mareoli zu HerrnLinthi: „er hat ein wenig übcrgeschnappt, obwohl er der beste Advo-kat im Lande und endlich beim Obergerichtshof von Calabrien CapoNuota war. Weil er sich aber tu den Kopf gesetzt hatte, unsereGerichtsverfassung und Gesetzgebung zu verbessern, und kein Gehör
s) Capo Ruota hieß einer von den drei rcchtSgelehrten Gliedern desObcrgcrichcS in den neapolitanischen Provinzen.