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darf unter uns nicht dauern. Dich quält und bindet irgend ei»unheilvolles Geheimnis. Mache mich zun, Vertrauten desselben.Ich will dein Bruder sein; gib mir das Du zurück, das ich dir gebe.
Bittend hob der Knabe die znsainmengelegtcn Hände empor undsagte: „Fragen Sie mich nie über mich. Erfahren Sie durch einunglückliches Ohngefähr mehr, als gut ist: so wcrd' ich von IhrerSeite verschwinden müssen. Und das" — so fuhr er mit sehr leiserStimme fort — „wäre die Vollendung meines fatalen Looses. Ach,Fortnnato, Sie wissen nicht, wie gar arm ich bin; in wie tieferAbhängigkeit ich von Ihnen lebe. Verhüte Gott, daß mich Noth-wendigkeit oder Ohngefähr von Ihnen trenne? Was würde ansmir? Ja, lieber, edler Mann, geben Sie mir den Brudcrnamcnund das traute Du. Es klingen davon alle Saiten des Herzensin mir Wohllaut. Verlangen Sic aber keine Erwiederung. Ichwerde, ich mag nicht erwiedcrn. Meine Jugend, meine Stellung,meine Vergangenheit, meine Zukunft verbieten es mir."
— Eigensinn, ich kenne dich! Am Ende gleichviel! Aber dubist arm, sagst d». Ich glaub' es gern. Du darfst nicht ohneMittel sein, wenn uns ein Schicksal ans einander führt. Nimmdiesen Perlcnbeutel mit 25 Dukaten. Ich trage deren noch 150 inmeinem Gurt elngenäht. Dem Bruder darfst du cS nicht verwei-gern. Nimm, Cecco.
Dieser nahm, drückte dabet mit stummer Dankbarkeit, und in-dem er den brennenden Blick seiner schwarzen Augen bewunderndauf Linth! heftete, die freigebige Hand; entfernte sich einige Schritte,wie um den Perlcnbeutel zu verbergen, und kehrte mi! einer gol-denen Brnstnadc! zwischen den Fingern zurück. „Ans jeden Fallhin tragen Sie diese Nadel zum Andenken Ceeco's!" sagte derKnabe. „Mir selbst ward sie, als Andenken, aus der Erbschafteines großen Herrn gegeben, in dessen Dienst ich gestanden war."
FortunatuS, indem er das Geschenk nicht ablehnte, betrachtete