Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
105
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du freilich de» Edelknabe» des Herzogs von Bagnorara nicht. Aber,Bursch, noch ein Zuck und Muck von dir, und es soll dir einge-tränkt werden!"

Der Calabrese staunte den jungen Menschen bestürzt an, der ingebieterischer Stellung dastand, und die Wcidenruthe drohend gegenihn ausstrcckte. Es war rings im Volk still geworden. Der struppigePocher vor ihm steckte das Messer sehr langsam in den Hosenschlitzan der Huste, und sah fragend nach der verstummten Menge zurück,die ihre Augen aber unverwandt, und wie es schien nicht ohneEhrfurcht, ans den herzoglichen Pagen und den Courier des kriege-rischen Kardinals Nuffo heftete.

Jetzt vernahm man in der Nähe den Schlag einer Trommel,welchen inan vorher im Getümmel nicht bemerkt hatte. Schwei-gend löscte sich der gedrängte Haufen der Blaumützen von einander.Nur der Kerl, welcher eben noch mit seinen, Dolch gedroht hatte,machte zwei Schritte gegen den Creolcn, und mit vorgestrccktemLeib und Hals sagte er ihm halblaut:Signor Cavaliere, dieFranzosen sind da: Laßt die Hunde nicht wittern, wer ihr beideseid. Sie füsiliren Euch auf der Stelle." Damit schwenkte er sichund verlor sich unter den Uebrigen.

Während Fortunatus noch gegen de» muthigen Jokei der SignoraCent! die Bewunderung seiner Geistesgegenwart ausdrückte, zogeine Kompagnie französischer Soldaten hinter einem niedrigen Hügelhervor, der sie bisher verdeckt hatte. Ihre Erscheinung wirkte aufdie Calabrcsen, wie ein Zauber. Die begaben sich unaufgebotenzum Strand, die herumschwimmenden Maaren und Leichen auf-zufischen.

God dam! Franzosen!" rief Sir Georg:DaS heißt vomRegen in die Traufe! "

Der französische Hauptmann, Namens Lucerne, und, wieer nachher dem Schweizer sagte, aus der Gegend von Straßbnrg,