Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
101
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bis ich mir selber Helsen kann. Ich hoffe zu Gott, cS solle nichtallzulange währen."

Nein, liebes Kind, ich werde den letzte» Bissen mit dir theilcu.Vertraue mir, wie einem Bruder!" sagte Herr Linthi bewegt.Der Knabe hatte seine Worte mit so rührender Betonung, mitso einschmeichelnder Stimme gesprochen, mit einem so zärtlich for-dernden und doch dcmuthsvollcn Blick begleitet, daß der gutmüthigeFortnnatus wohl Schwereres gewährt hätte, als begehrt ward.

Cecco küßte die Hand seines Freundes, indem er sie leise drückteund sagte:Ich ergebe mich in mein Schicksal. Ich folge Ihnen.Sie sind ein Schweizer. Sie werden meinen Glauben nicht brechen;de»» Sie würden damit mein Leben brechen. Ach, wäre nurBarnaba noch unter den Lebendigen!" seufzte er leise nach.

Und wär' cr'S nicht mehr, lieber Ccechino, so führ' ich dichmit mir nach Sizilien hinüber."

Nein, Signor Fortunate, lieber zurück wieder in den Ab-grund der Wellen, als nach Sizilien. Doch darüber ein anderesMal. Fragen Sie nicht weiter. Ich folge Ihnen, wohin sonstSie es befehlen.

In der Fortsetzung dieses Gesprächs kamen sic zu Sir Down,der, von einer vermuthlich an Klippen erlittenen Quetschung seinesKnies lahm, umher hinkte, und die Gegend musterte.Willkom-men unter der alten Sonne, Kleiner!" rief er:An deiner Stellewär' ich im Schoose der schönen Signora Cent! gestorben. Viel-leicht athmct sie noch in dieser besten Welt mit uns. Suchen wirsie dort hinten am Strande, wohin noch immer viel Volks rennt.Du, kluger Bursch, spielst mit deinen Kleidern unter uns die besteRolle, obgleich dich Sand, Schlamm und Seetang, wie einenMeergott verhüllen. Aber wir armen Teufel, ohne Schuhe, Nockund Weste, werden Noth haben, für ehrliche Leute zu gelten."

Die Schiffbrüchigen machten sich ans den Weg, Menschen und