Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
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allzngctrcncn Bürde. Purpurn flirrte es druuteu vor seinen Augen.Eine zweite Woge legte ihn abermals spielend ans Land. Mitvcrzweiflungsvollcr Anstrengung kroch er aufwärts, bis er, stattSandes, grasigen Boden fühlte. Hier sank er zitternd und odem-loS zusammen. Lange dauerte cs, bis er sich erholt hatte und dieAnge» anfschlagen mochte. Dann riß er die fremden Hände aus-einander, die sich über seine Brust krampfhaft verschränkt hatten.Da erblickte er im sonnenhellen Grase lcichenhaft neben sich denjungen Creolcn der Signora Centi.

Der Knabe schien in demselben Augenblick zur Besinnung zugenesen, die aber noch traumhaft, weder Gegenwart und Ver-gangenheit, noch was die Angcn sahen, unterschied. Hingcfalicnans den Rücken, stumm und reglos, starrte er mit weiten Angcnin den Himmel über sich. Die zarten, kindlichen Züge des Ge-sichts waren todtenhaft steif; über die fahle Stirn und Wange klebteein nasser Streif vom schwarzen Haar, das sich unter dem gelbenHanpttuch gelvsct hatte.

Bist du'S, armer Cecchino?" sagte FortunatnS von Mitleidbewegt, und nahm die kalte, nasse Hand des Kindes, indem er-sieh mit halbem Leibe anfgcrichtet hatte. Der Knabe, ohne sichzu regen, wandte die grossen, schwarzen Angcn hin, von wannendie Stimme kam; stierte lange so in verworrenem Nachsinncn;raffte sich dann aber eilfertig auf; taumelte, wie trunken, mit un-sicher» Schritten umher; suchte rings mit Blicken voll Entsetzensund seufzte mit zitternder Stimme leise:Hilf, Eott, wo dennbin ich?"

An der kalabrischcn Küste, liebes Kind."

Ich bin auf dem Schiffe gewesen; auf dem Schiffe

Allerdings, aber seitdem mir auf dem Nacken."

Das Schifft Ich muß znm Schiffe! Wo ist das Schiff?rief der Knabe mit wachsendem Entsetzen, und ohne FortunatnS