Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
97
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unter namenlosem Entsetzen, raffte sich Jeder wieder auf. DasWasser quoll brausend auf von unten. Die Maste» zogen den ge-borstenen Kiel seitwärts zum Abgrund.

Frisch gewagt!" rief Sir Down, und flog mit gewaltigemSatz ln die riesenhaft anftanzenden Wogen. Ihm nach sprangLorenzo Bosich. Beide verschwanden. Die Woge» brüllten undtanzten über den verschlungenen Raub, und schienen nach neuerBeute zu lechzen. FortunatuS stand ebenfalls am Bord zum Sprungfertig, nur den Rückzug einer Ungeheuern Welle erwartend. Doch,vorwärts gestoßen von einem Verzweifelnden, der sich hinten anihn warf und mit den Armen seinen Hals umrankte, fuhr er lndie Tiefe, ehe er's wollte.

8 .

Das Wicderfinden.

Ein wirbelndes, kochendes Geströme trieb ihn wieder aufwärtszur Oberfläche. Eine sich hochbLumende Welle wölbte ein Dachüber ihn und begrub ihn wieder unter ihrem Gewicht. Fest hingdie fremde Last ihm an, seine Bewegungen hemmend. Bald trugihn eine Wogenspitze in die Luft zurück; bald jagte ihn ein Wasser-schwall in den Abgrund; bald mit der Brust, bald mit dem Rückenoben, hinter sich und vorwärts gewälzt, wollte ihm das Bewußt-sein schon erlöschen.

Plötzlich fühlte er festen Sand unter sich. Er war von derBrandung ans Ufer geschleudert. Sonder deutliche Vorstellung,dem Lcbenstrieb folgend, kroch er auf allen Viere» hastig davon,ohne zu gewahren, daß er dem Meere wieder cntgegcneilte, demer entrinne» wollte. Dieses streckte leckend eine Woge über denSand hinauf, und zog ihn zurück in die nasse Tiefe, mit seinerZsch. Nos. vm. 4