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scheu am Ufer, die Zeugen des Schiffbruchs werden zu wollenschienen; denn Hilfe konnten sie wegen der Macht der Wellen nichtbringen. Einige Matrosen, die ein Boot ins Meer lassen wollten,verloren cs im Augenblick unter dem Schaum aneinanderprallenderFinthen.
Die Austria, bald von der Seite, Kalo mit dem Hinterthcil,bald mit dem Vordcrtheil voran, kam endlich dem Lande beinaheauf zwei Büchsenschüsse nahe. Man entdeckte aber nirgends Klippen,wie sie Lorenzo Bosich verkündet hatte. Die Deutlichkeit der Ge-genstände am Gestade gab den SchiffSgcnossen neue Hoffnung, sichretten zu können. Die Gebete verstummten. Zeder raffte sich vollfrischen Muthes auf, um den Augenblick zu erwarten, wo der Wrakan die sandige Nferflächc getrieben werden würde.
„Wo sind wir jetzt, tapferer Kapitän?" rief Sir Down demarmen Lorenzo Bosich zu, der »och immer mit bleichem Gesicht,stieren Blicken und schlaff hcrabhängenden Armen dasiand.
„Eine Spanne weit vom Schiffbruch. Das ist die MarinaSiderno vor uns!" antwortete er mit matter Stimme.
„Gleichviel, und wLr'S auch die höllische Marina. Wir ent-kommen mit Schwimmen!" sagte der Brite.
„Geduld!" rief der Kapitän: „Das Ufer ist noch fern, dieWellen schlagen zu hoch. Nur Vertrauen auf die gebenedeiteMutter der Gnaden, die allerheiligsic Jungfrau!"
„Daraus wird nichts!" cntgegnete jener, und streifte von denFüßen die Schuhe: „ich vertraue in dieser Welt keiner Zungfraumehr; selbst der tückische Ozean mcint's ehrlicher."
„Halt!" schrie Lorenzo Bosich noch einmal: „die Brandung istzu mächtig."
Z» demselben Augenblick erdröhnte das ganze Schiff. Unter ent-setzlichem Gekrache der Tiefe, stürzte, alles Gleichgewichts verlustig,zu Boden, was da saß, oder stand, oder kniete. Eben so hastig,