Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
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verließ ihn mit einiger Höflichkeitsbczengung und, nach wenigenMinuten, nebst den übrigen Leuten der Fregatte, das Schiff. HerrLinthi hatte sich indessen beeilt, den anvcrtrauten Schatz in volleSicherheit zu bringen. Bevor er denselben aber in die Rcisckisteverschloß, welche sein sänuntlicheS irdisches Hab und Gut umfaßte,betrachtete er wiederholt, bald das gewaltige Jnsiegel, mit demhochadelichen, Helm - und kroncnrcichcn Wappen, links und rechtsvon einem Basclisken und Einhorn gehalten, bald die breite Auf-schrift an dieerlauchteste und gnädigste Frau Marchcsana DonnaOlivia Marghcrita Catalina di Bioganni." Er mochte dabei jeneeinfältige Miene machen, deren sich in gewissen Dingen auch derKlügste nicht erwehren kann, und die, in Worte anfgelösct, fragt:Wie kommst du eigentlich zu mir? oder wie komm' ich zu dir?"In Ermangelung besserer Antwort »ahm er das ganze Abenteuerals einen freundlichen Wink seines Schicksals, cs wolle ihm inMessina das Thor einer neuen GlückSbahn öffnen.

Die Seefahrt nahte ihrem Ende. Er hatte ihre gewöhnlicheLangweiligkeit gefürchtet, und sehr unerwartete Mannigfaltigkeitgefunden, wenigstens Beschäftigung für die Einbildungskraft. Selbstdie Begebenheit im JudaSwäldchcn hatte ihre angenehme Seite.Der menschliche Geist, ewig in sich der Gleiche und Selbige, wiedie Natur, will nicht das Gleiche, sondern wirken und ändern. Ruheist ihm mühseliger, als Sclbstthatigkcit. Das Große und Erhabenedes einfachen Fluges durch die Einöde des Meers hat in den erstenTagen einer Seereise unnennbaren Reiz; zuletzt stirbt der Geistfast an der todten Einförmigkeit der Dinge, und er schmachtet mitbrennender Sehnsucht nach dem lebendigen Wechsel jener kleinenErscheinungen, die auf dem Lande begegnen können, wie Fürste»und Hoflcute im Glanz der Gallatagc nach der Wollust des freienHauslcbcns einer Bnrgerfamilie seufzen.

Am zehnten Tage der Fahrt verkündete endlich Kapitän Lorenzo