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Erschrocken ließ Lorenzo Bosich die weiße Flagge wehe» und hielt.Ein britischer Offizier, begleitet von vier Andern der Fregattcn-besatzung, kam an Bord, untersuchte des Kapitäns Papiere und danneinzeln die Pässe aller Reisenden mit ungewöhnlicher Strenge.
Als die Reihe an Fortunatus Linthi kam, der bescheiden unter'den Allerletzten stand, betrachtete ihn der Fregatecnschreiber bcinrLesen seines Passes mit forschenden Augen, und sagte dann: „Siesprechen, weiß ich, englisch. Folgen Sic mir." — Beide tratenabseits.
„Ich habe Bestellung für Sie, Sir," sagte der Sekretär,„oder vielmehr Sic um eine Gefälligkeit zu bitten."
— Mit Vergnügen, wenn Sie fich nicht in meiner Person irren.
„Mit nichten. Sie sind mir genannt und genau bezeichnet. Ichbitte Sie um Ihr Ehrenwort, gleich nach Ihrer Ankunft in Messina,sich zum Kloster St. Lucia in der Vorstadt von Porto Reale zubegeben; hier der Aebtissin nachzusragen; von ihr den Aufenthaltder Marchcsa Bioganui zu erforschen , und dieser Marchesa unfehl-bar eigenhändig einen Brief zu übergeben; bevor dies aber ge-schehen ist, ein tiefes Schweigen gegen Jedermann über Brief undAuftrag zu beobachten. Hier auf dem Zettel sind alle Namen, umIhrem Gedächtniß zu Hilfe zu kommen."
— Wer aber beehrt mich von Ihrer Fregatte mit diesem Auf-trag? sagte der erstaunte Schweizer: wer konnte dort von meinemHiersein wissen?
„Ich darf nicht antworten. Alles kommt von einer angesehenenPerson; und für Sie selbst sind durchaus keine unangenehmen Folgendamit verbunden. — Werden Sic also die Güte habe»? Gebe»Sie Ihr Ehrenwort?"
Fortunatus gab es, und, auf Schweizerweise, einen Handschlagdazu. Dagegen empfing er ein dickes Briefpäckchen mit großemSiegel. Schnell mußte er Alles verbergen. Der Fregaitenschreiber