Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
87
Einzelbild herunterladen
 

Sir," murrte der Engländer ärgerlich und steckte die Pistolenein:Lieber eine Ehrcnwundc auf dem Leib, als solchen Gräuelum die Beine l Man läßt sich leichter ein Jahr lang beklagen, alseine Stunde auslachen."

Indessen war im Judaswäldchen nichts zu ändern. Sir Georgbefolgte, sobald sie zur Stadt kamen, den weisen Nath seines gut-herzigen Gegners, und Niemand vermnthctc Abends ans dem Schiffe,was zwischen beiden vorgcfallen war.

li.

Briefschaften.

Die Morgenhellt des ander» Tages fand die Austria wieder,fern von Corcyra, in der uferlosen Einsamkeit des Meeres. DasSchiff flog durch die ionischen Gewässer mit dollen Segeln denKüsten Calabricns zu, wo damals König Joseph Napoleon,unterstützt oon den Bahonetten seines kaiserlichen Bruders, die wil-den Calabrcse» zu zähmen suchte, welche der Hof oon Palermofort und fort gi frischen Kämpfen ermunterte. Mittags stieg inder Ferne schoi das Kap oon St. Maria de Lcuca, die äußersteSpitze der Habinscl Otranto, aus den Fluthen auf. Abendszog eine englische Fregatte heran, die der Austria Zeichen gab,Halt zu machet; es aber eben so schnell zurücknahm, da sie Flaggeund Namen dc> Fahrzeuges erkannt hatte. Lorenz» Bosich schiendie Zeichen niet sogleich beachtet oder verstanden zu haben. Erzauderte, und oard dem argwöhnischen Briten verdächtig. DasZeichen zum Sillhalten wiederholte sich im Augenblick, als dieAustria weiter segeln wollte. Da donnerte die Fregatte. EineKanonenkugel sihr durch das Triestincr Segel und ging, wie einfeuriger Drache in alle Lüste davon.