Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
72
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Bordgeländer, den Blick auf den Tanz der Wellen gerichtet. For-tuano verstand die Einladung, und war sogleich neben ihm.

Verzeihen Sie mir die Unart!" flüsterte der Knabe, ohne zuihm aufzuschauen. Man wird aus Langeweile hier auf dem Schiffnärrisch. Jst's noch weit bis Sizilien?"

Der Kapitän spricht noch von mehr denn acht Tagen, wennder Wind nicht dienstfertiger wird.

Ach, selig sind die Todten!" seufzte der Knabe.

Warum die Todten, und nicht eben so gut wir?

Die athmcn ja nicht in ihrem Sarg; aber wir, sind wirnicht in nnserm Sarg Lebendigbegrabene?"

Jst's nicht Ihre Schuld, liebes Kind, daß Sie die übrigeSchtffsgeselischaft meiden? Warum gehen Sie und Ihre Signorafür uns Andere leider erst auf, wie der Abendstern, wenn die Sonneuntergeht?

Cccco seufzte leise in sich bei der Frage, blickte schüchtern hintersich nach seiner Gebieterin und sagte, indem seine schwarzen Augenmit durchdringendem Blick, aber schnell, über Fortunato hinflrcif-ten:Sie sind kein ToSkaner, trotz Ihrer Mundart."

Auch geb' ich mich nicht dafür; ich bin aus der Schweiz.

Dacht' ich's doch!" rief der Kleine mit Lebhaftigkeit, und sahwieder, aber flüchtig, ins Gesicht des Nachbars:O herrlichesLand, wo die kalte Sonne nie Schnee und Eis schmelzen kann;aber wo die Herzen warm schlagen! Ich kannte in Sizilien vonIhren Landsleuten. Ich hatte sie gern. Haben Sie Freunde inMessina? "

Einen Offizier vom Regiment Wattcnwyl. Hoffentlich Hab'ich dort das Vergnügen, auch Sie wieder zu sehen?

Cecco antwortete nicht, sondern runzelte einen Augenblick dieLtir», und senkte den Kopf so tief er konnte; fuhr aber rasch wiederauf, und fragte:Sie sind also Militär?"