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dertc», nach einer leichten Verneigung gegen den Fremden, derKajüte zu,
„Seltsame Reisegefährten!" murmelte der Fremde: „Indessendie Fahrt verspricht anziehend zu werden; morgen erfahren wir mehrvon einander/'
Er irrte sich. Am folgenden Tage, da die Austria, schon fernvon den Küsten, über die adriatische Wafferwüste bei schwachemWinde hinschwebte, füllte sich das Fahrzeug allmälig mit Leutenaus allerlei Volk, Sic stiege» aus dem Boden hervor, als wüchsensie unter den jungen Sonnenstrahlen, wie jene Gewappneten ausder Erdscholle, die KadmuS mit den Zähnen des Drachen besäethatte. Verwundert drehten sich die Köpfe erst nach allen Himmels-gegenden, um sich in der weiten Einöde des Ozeans zurecht z»finden; dann musterte jeder die bunte Versammlung, mit der erwochenlang, inner dem engen Gefüge von Brettern, Abenteuerund Gefahren bestehen konnte, wie sie das treulose Element desWassers irgend den Kindern der Erde zu bereiten pflegt. Da warenSprachen und Trachten von allerlei Nationen, Aber was der Zu-fall zusammengewürfelt hatte, vereinte sich bald zu geselligem Ver-kehr, Geschieden von der übrigen Welt, ist die menschliche Gestaltfür sich allein schon ein Empfehlungsbrief für das menschliche Herz.
Die meisten Reisenden waren Leute ganz gemeinen Schlages:Krämer, Wallfahrer, Bauern u, dgl. m. Nach den Mundartenunterschieden sich Lombarden, Neapolitaner, Deutsche, Griechen,Engländer und Schweizer. Auch der junge, blondköpfige Man»erschien unter ihnen; aber gerade von ihm konnte man nicht sagen,weß Landes er sei, weil er mit einerlei Leichtigkeit deutsch, eng-lisch oder neugriechisch, wie italienisch sprach. Man hätte ihn schonaus dem Grunde für einen Engländer halten können, weil zwischenihm und einem andern jungen Briten auf dem Schiffe durcharrskeine Gemeinschaft stattfand. Doch zeigte er viel zu viel Gesellig-