rinander widcrslreiteiiden Empfindungen gestürzt, daß er, als eraußer der Festung war, fast alle Haltung und Besonnenheit ver-lor. Er hörte den ihn begleitende» Offizier lange nicht, der ihnum den AnSgang der Unterhandlungen befragte. Er lachte zu-weilen laut auf über die Uuglaublichkcit und seltsame Wahrheitdes Abenteuers, und konnte sich dann wtedcr der Thräncn nichterwehren. Seine Begleiter sprachen ihm geraume Zeit vergebenszu. Sie fürchteten am Ende, der brave Major habe den Verstandverloren, oder Apti Pasche habe ihm ein gottloses Pulver cin-gegcbcn, woran er verrückt geworden sei.
Als sic zu den kaiserlichen Vorposten kamen, ermannte sich derMajor, sah mit nassen Augen de» ihn begleitenden Offizier an,drückte ihm die Hand und sagte: „Verzeihen Sie mir inein Be-tragen. Ich konnte aber nicht anders. Es hat sich das Außer-ordentlichste ereignet. Denken Sie nur, ich habe in Apti Paschameinen ältesten und geltcbtcsten Jugendfreund wieder gefunden!"
Er erzählte darauf flüchtig das Merkwürdigste von der laugenUnterhaltung mit dem Pascha, und setzte hinzu: „Kon,men Sicheut' Abend zu mir tu mein Zelt. Bei einem Glase Weins erzähleich Ihnen mehr, meine und des Pascha Freundschaft und Schicksale.Ich muß Jemandem mich mitthcilen können, sonst springt mirdas Herz vor Lust und Schmerz aus einander." "Z
Der Major begab sich, sobald er im Lager angekommen war,ins große Hauptquartier und stattete dort den versammelten Fürstenund ihren Generalen den Bericht über den Erfolg seiner Sendungab. Er verschwieg ihnen auch nicht, daß eben der Pascha, vonwelchem er eine so entscheidend verwerfende Antwort brachte, seinLandsmann, sein Jugendfreund wäre, den man seit der Schlacht
*) Eben diesem Offizier demtt man ohne Zweifel die nachmals gedrucktenBerichte.