Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
56
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Bruch iss geschloffen. Wir stehen draußen vor den lctzlen Mauern.Alles ist auf Marge» zum allgemeine» Sturm vorbereitet. Mit wel-chem Hcldeiimnth du dich immerhin noch verthcidigcn, u»d welcheMittel du iuinrerhin noch in deiner Gewalt habe» magst: der Platz,ich sag' es dir, wird gciiomme» »»d da»» dem schauerliche» Schick-sal prciSgegeben werde». Warum dieser »»zeitige und fruchtloseStolz, der eine volkreiche Stadt und eine brave Besatzung zumUntergang bringt, und dem Vorthcil des Sultans so offenbar wider-streitet? Biete mir die Hand! Spare» wir Menscheublnt! DerHerzog von Lothringen ehrt dich. Er erklärte und befahl mir aus-drücklich , dir zu sagen: würdest d» der Menschlichkeit Gehör geben,werde seine Dankbarkeit gegen dich keine Grenzen kennen, als diedu dir selbst setzen möchtest. Biete mir die Hand. Schließen wir,um das Lebe» von Tausenden zu erhalten, die Bedingungen derehrenvollsten Ucbcrgabe ab. Kannst du wollen, daß wir beide morgenmit den Waffe» gegen einander stehen? Stirbst du, was giltmir das Leben ? Fall' ich Freund, war'S nicht an dir, michzu retten?"

Der Pascha von Bnda beobachtete während dieser Rede des Ma-jors düsteres Schweigen. Als Olivier geendet hatte und Antworterwartete, warf der Pascha einen ernsten Blick ans den Major,und crwicdcrtc:Major, du ließest da Worte von Erkenntlichkeitund Belohnung fallen, wenn ich die Festung übergeben würde.Ich hoffe, du hältst mich solcher Niederträchtigkeiten nicht fähig.Wäre das? wahrlich, Olivier, nnscrc Freundschaft wäre gebrochen.Ich würde dir den Rücken zuwcndcn und deine Entartung beklagen.Aber nein, ich kenne dich. Du hattest die Aufträge für den Paschavon Bnda. Du thust deine Pflicht; ich werde die mcinige thun.Dein Beispiel ist ein Beweggrund mehr für mich, zu leben undzu sterben, wie cs der Ehrenmann soll. So höre denn, und sag'cS deinen Generalen wieder: In diesem Augenblicke kenne ich kein