Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
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Ich hoffte, man werde mich auSwcchseln und sreilaffen nachdem Kriege.Daran denke nicht," sagte der Wessir, ,,d» bist zuden Todtcn gezählt. Ich behalte dich. Es steht bei dir, in denDienst der Pforte zu treten und frei zu werden. Nimm den Turba»an; ich mache dich auf der Stelle zum Aga. Durch, deine Talenteschwingst du dich binnen wenigen Jahren in der Türkei zu den höch-sten Würden. Du dienst den Frauken schon seit zwanzig Jahren,und hast eS mit all' deinem Muthe, mit all' deinem Diensteifer,mit all'deinen Kenntnissen noch nicht höher, als zum Kapitän brin-gen können. Schwerlich treibst du cs da weiter. Das liegt inder unverständigen Einrichtung und Ordnung der Christen, welche,um die Würdigkeit des Mannes zu prüfen, nicht den Man», son-dern seine Großältcrn und Vorfahren anschcn, und den Platz, derMuth und Einsicht erfordert, nicht mit den Muthigsten und Ein-sichtvollstcn besetzen, sondern mit dem, der darauf, vermöge sonder-barer Titulaturen seiner Vorfahren, Anspruch macht. Nimm denTurban; du bist Aga."

Ich fand den Antrag anfangs widerlich, ob ich dem Ministergleich nicht in Allem Unrecht geben konnte. Ali Muhamcd ver-schwendete jede Kunst der Ueberrednng, mich nach dem Sinn desWessirS zu stimmen, der damals das große Reich der Osmancnin allen drei Welttheilen beherrschte. Du glaubst nicht, welcheMittel angewandt wurden, mich zu bewegen. Der Großwessir ließmich mehrmals zu sich rufen, aber immer entließ er mich wiedermit Zorn.Du Thor," rief er einst,wenn der sranz sische Königin einem Kriege Hilfstruppen an uns gäbe, würdest r a Bedenkentrage», mit denselben an der Seite meiner Tapfer» und unter mei-ner Leitung zu fechten?" Als ich cs verneinte, sagte er:Dubist mein Sklave, und nicht mehr Eigenthum und Untcrthan deinesKönigs. Nu» fordere ich dich auf, an der Sette meiner Tapfer»zu streiten, ist dies entehrender? Ich belohne dich herrlicher,