Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
49
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Aber du lebst noch auf Erden?" ries der Major, und belrach-tele seinen Cugnp, indem er einen Schritt zurücktrat:Du einMuselmann? Tu der furchtbare Apti Pascha? Wie ist das? Ichwollte schwören, meine Augen und Ohren wären Lügner."

Frühstücken wir mit einander, Olivicr!" sagte Eugich, undführte den Major in ei» prachtvolles Nebenzimmer. Auf seinenWink ward ein auserlesenes Morgcncsse» aufgetragen.

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Sobald die Diener verschwunden, die Freunde allein waren,lösctc Cngnp dem Major das Näthsel.

Ich konnte mir'S Wohl denken," sagte Cngnp,daß inan michzu den Tobten rechnen würde, weil bei St. Gotthard Keiner, glaub'ich, von meinen Leute» lebendig zurückgeblieben ist. Ich aber stürzte,einer der Letzten, mit meinem erschossenen Pferde; ward von denJanitscharcn entwaffnet, hervorgezogen und gefangen fortgcschleppt,ohne nur geplündert zu werden. Nachmals erfuhr ich, daß ich dasletztere Glück dem Befehl des GroßwcssirS Nehmet Kinpcrli zu dan-ken gehabt, der in der Nähe mich und meine Leute, zum großenVerderben der Scinigcn, hatte fechten gesehen. Auch hatte er michals seinen Sklaven bezeichnet und behalten. Ich ward nach Kon-stantinopcl geführt und unter Aussicht eines provenpalischcn Rene-gaten, Namens Ali Muhamed, gegeben. Mit diesem Manne wardich bald vertrant. Er war ein rechtschaffener Man», der mich be-sonders lieb gewann. Er aber war es auch, der den Großwcsffr,als derselbe nach Konstantinopel znrückkam, ans meine Kenntnisseim Artillerie- und KriegSbauwescn aufmerksam machte. Ich mußtemehrere Pläne aufnehme». Der Großwcsffr ließ mich selbst zusich kommen, und unterhielt sich mehrmals mit mir über KricgS-sachcn und BefeffigungSknnst.

Zsch. N»v. viil.

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