Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
47
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Dolmetsch und Trommetcr, ritt er gegen die Festung. Er wardeingelassen und uns der Stelle in den Palast des Pascha geführt.

18 .

Apti Pascha, ein starker, kräftiger, mau kann sagen, schönerManu von fünfzig bis sechszig Jahren, empfing den Abgeordnetendes christlichen Heeres mit jenem angcborne» ruhigen Stolz, der-ben Türke» so wohl anstcht. Es war etwas Riesenhaftes, Maje-stätisches in seinem Wesen, welches durch die weite und reicheMorgcnlandstracht erhöht ward. Er gab mit der Hand einen Wink,und Olivicr machte seinen Antrag mit der Würde, Festigkeit undschonenden Höflichkeit, wie die Feldherren ihm befohlen hatten.Der Pascha stand mit der kalten Ruhe des Siegers vor ihm, undverwandte kein Auge von dem Redenden, bis der Dolmetsch denVortrag OlivicrS türkisch gab. Da stieg in den Mienen des Paschaein wunderbares Lächeln auf.

Olivicr bemerkte es und erwartete die Erklärung des stolzenMuselmannes. Dieser aber redete lange.nicht, und schien zweifel-haft, welchen Entschluß er fassen sollte. Endlich fragte er durchden Dolmetsch den Major, wie er heiße, woher er sei, wie langeim Dienst, von welchem Regiment. Olivicr beantwortete die Fra-gen kurz, und bat den Pascha um gefällige Erklärung wegen derNcbergabc von Buda. Der Pascha aber ging nachdcnkend durchdie Länge des prächtigen Saals, wandte sich dann im Hintergrunddesselben plötzlich seitwärts, ging in ein Nebenzimmer, kehrte nacheiner Weile in den Saal zurück, und trat wieder vor den Major hin.

»ka relori goinn, x l,»i rstoii min!" rief der Paschaernst und hastig. Olivicr sah den Dolmetsch an; dieser, welcherde» Pascha nicht verstand, bald den Major, bald den Pascha.Der Türke, welcher vcrmnthete, nicht verstanden worden ;» sein.