Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
42
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Wunden bedeckt, zurück zum Regiment. Alle klebrigen, unterihnen auchCugnh, waren niedergchaucn worden. Man fand nach-her seinen Leichnam unter einem Haufen erschlagener Janitscharen,ganz entstellt, zertreten und zersetzt.

So hatte der wackere Eugnh geendet. Olivier war von un-beschreiblichem Schmerze zerrissen. Er verfiel in wahre Schwer-muth. Er wünschte und suchte von nun an den Tod. In allennachfolgenden Gefechten stürzte er fich, nicht mehr mit Unerschrocken-heit, sonder» mit verzweiflungsvollcm Leichtsinn, in die augen-scheinlichste» Gefahren. Er fand den Tod nicht.

Der Feldzug endete zu früh für ihn. Der kaiserliche Hof, un-geachtet des glänzenden Sieges bei St. Gotthard, erneuerte mitder Pforte auf zwanzig Jahre den Waffenstillstand. Die Regimen-ter rückten in ihre Besatzungen. Olivier kam nach Neuhäusel.

Er hatte lange nicht den Mnth, oder die Macht über seineneigenen Schmerz gehabt, Helenen das Schicksal Cugny'S zu mel-den. Er that eS endlich, als der Friede, oder vielmehr der Waf-fenstillstand, verkündet ward. HclencnS Antwort erneuerte seineSchwermuth. Sic hatte den Tod ihres Mannes schon, bald nachder Schlacht, durch ein Schreiben seines ehemaligen Feldherr»Coligni, der ihn sehr geliebt, erfahren. Sie war vom Schmerzund Schreck erkrankt, nun auf dem Wege der Genesung. Sicwünschte Olivier zu sprechen, da ihre Lage nach dem Tode Eugny'Sallerdings betrübt war, weil sie, wohl nicht ohne Vermögen, docheinsam, ohne Verwandte und Freund, in der Fremde fich befand.

lv.

Sobald er Urlaub erhalten, begab sich Olivier nach Wien.Die schöne Wittwe empfing den Freund ihres Mannes mit ver-jüngter Heftigkeit des Schmerzes. ES ward beschlossen, Frau von