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ment. Er verließ Wien nicht, bis er seine schöne Freundin voll-kommen wohl versorgt wußte.
Ich »mg weder den Schmerz der glücklichen Mensche» bei ihrerTrennung, noch den Feldzug in Ungarn beschreiben. Es ist be-kannt, daß der Großwessir Nehmet Kiuperli gegen den Naabstromvordrang; daß sich der kaiserliche Feldherr Montecnculi ihm beidem Flecken St. Gotthard entgegenlagcrtc; daß c-Z hier endlicham l. August l664 zur entscheidenden Schlacht kam, in welcherdie Christen einen vollkommenen Sieg über die Verehrer Muha-medS erfochten.
In dieser Schlacht focht auch Slivicr mit gewohntem Heldcn-mulh. Die Türken leisteten mörderischen Widerstand. Links undrechts fielen die Tapfersten von LlivicrS Waffengenossc»; er aberdrang vor mit denen, die ihm blieben, und hatte bei der Ehre,zu dem großen Siege reichlich mitgcwirkt zu haben, indem er, alsältester Hanptman», die Trümmer seines Regiments befehligte,das Glück, vom Obcrfeldhcrrn bemerkt zu werden. Montccuenliernannte ihn ans dem Schlachtfeldc noch znm Major.
Die SicgcSfrcude, wie das Vergnügen, welches ihm seine Be-förderung gewährte, ward aber nach einigen Tagen schrecklich ver-bittert. Bekümmert um das Schicksal seines Freundes, der eben-falls in der Schlacht bei St. Gotthard mitgestritten, erkundigteer sich nach dem Zustande der französischen Regimenter. Er em-pfing die Anzeige vom Tode des Kapitäns Cugny. Mit Thränenlas er den theucrn Namen bald darauf im Verzeichnisse aller Ge-bliebenen. Cngny, durch sein Ungestüm hingerissen, hatte sich ander Spitze eines Geschwaders zu weit vorgcwagt. Er ward voneiner Ungeheuern Uebcrmacht umzingelt. Als er sich abgeschnittensah, hatte er den Seinigcn befohlen, sich den Rückweg mit demSäbel in der Faust zu bahnen. Er war vorangcgangen. Es ent-stand ein gräßliches Gemetzel. Nur zehn oder zwölf kamen, mit