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So ungefähr erzählte Helena. Und Cugntt setzte hinzu: „Duwarst binnen den seligen zehn Jahren, die wir gelebt hatten, glaub'es, unser tägliches Gespräch. Sieh', in der Hoffnung, wenn dunoch am Leben wärest, dich zu finden, oder wenigstens eine Nach-richt von dir, war mein höchster Wunsch, mit den Hilfsvölkern,die unser König deinem Kaiser schicken sollte, nach Ungarn zu gehen.ES gelang mir durch Empfehlungen, in Coligni'S Korps versetztzu Werden. Das Glück ist mir holder gewesen, als ich hoffen konnte.Wir haben dich nun i Du wirst uns verzeihen. Sich', fuhr Cugnyfort, und zog das Messer mit der Perlmuttcrschale hervor, „sich',Olivter, das alte Messer lebt noch. Es hat unsere Freundschaftnoch nicht zerschnitten."
Olivter druckte den Freund mit Innigkeit an sein Herz undsagte lachend: „Ich hätte es doch wohl denken sollen, wie dieSachen zusammenhingen! — Hast du mir nicht meine ungetreueHelena schon immer, als Knabe, bei den Geißheerde» wcggekapert?Ich zürne dem schönen Paris nicht, und will darum kein Ilionzerstören."
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Drei Wochen lang lebten die glücklichen Freunde in Wien bei-sammen. Jeder Tag war ihnen ein Fest. In Olivicr regte sichzuweilen zwar die alte Gluth der ersten Leidenschaft für Helenanoch unter der Asche; aber er besiegte sie männlich. Die Liebeging in eine zärtliche Freundschaft über. Helena war ohne Schwäche,Cugny ohne Eifersucht.
Cugny's Regiment brach nach Ungarn auf. Er ließ seine Ge-mahlin in der Sicherheit der Hauptstadt zurück, mit der Hoffnung,sie nach Beendigung des Feldzuges, während des Winters, zu sichzu rufen. Oltvier mußte wenige Tage nach ihm zu seinem Regt-